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KEP: Hermes setzt auf Lieferroboter

Starship Technologies kooperiert mit Logistikdienstleister.
So könnte die Paketzustellung bei Hermes schon bald aussehen. (Symbolbild: Starship Technologies)
So könnte die Paketzustellung bei Hermes schon bald aussehen. (Symbolbild: Starship Technologies)
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Redaktion (allg.)

Der Logistikdienstleister Hermes Germany, Hamburg, und das europäische Technologie-Start-up Starship Technologies wollen in Deutschland den Einsatz von Zustellrobotern testen. Der erste gemeinsame Pilottest mit den autonom fahrenden Robotern ist noch für den Sommer 2016 geplant. Eine entsprechende Kooperation vereinbarten beide Unternehmen in Hamburg, wie Hermes in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Frank Rausch, CEO bei Hermes Germany, sagt: „Der Einsatz von Robotern kann die Zustellung von Päckchen und Paketen speziell im städtischen Raum nachhaltig revolutionieren.“

Automatisierte Zustellung

Der von Starship Technologies entwickelte Zustellroboter ist ein Fahrzeug mit sechs Rädern, wird elektrisch betrieben und bewegt sich im Schritttempo, also mit maximal sechs Stundenkilometern. Ein Roboter ist 50 Zentimeter hoch, 70 Zentimeter lang und verfügt im Inneren über ein gesichertes Fach, in dem Sendungen mit einem Gesamtgewicht von maximal 15 Kilogramm transportiert werden (LOGISTIK HEUTE berichtete). Ausgehend von einem „Roboter-HUB“ – etwa einem Hermes Paketshop, in dem die Fahrzeuge beladen und mit Energie versorgt werden – können die Roboter in einem Umkreis von bis zu fünf Kilometer eingesetzt werden. Auf diese Weise sind automatisierte Zustellungen innerhalb von 30 Minuten ab Beauftragung durch den Kunden möglich. Die Kommunikation zwischen Roboter und Kunde wird später per Smartphone-App erfolgen. Die Zustellung erfolgt bis zur Haustür.

Menschlicher Operator

Obwohl die Roboter vollkommen autonom fahren können, ist jedes Fahrzeug via Internet und GPS permanent mit einem menschlichen Operator verbunden, der mehrere Roboter parallel überwacht und bei Bedarf auch fernsteuern kann. Der Operator wird zudem automatisch alarmiert, sobald unvorhergesehene Hindernisse im Fahrweg auftauchen oder es anderweitige Störungen im Betriebsablauf gibt. Befahren werden ausschließlich Fußgängerwege und andere für Passanten vorgesehene Bereiche wie Fußgängerzonen oder innerstädtische Plätze. Radwege und Straßenfahrstreifen nutzt der Roboter lediglich partiell und nach Rücksprache mit dem Operator, etwa beim Kreuzen von Straßen. Zebrastreifen und Ampelsysteme erkennt das System automatisch. Dafür sorgen Sensoren und neun Kameralinsen, die die empfangenen Bilddaten in Echtzeit vollautomatisch in entsprechende Handlungsanweisungen umrechnen.

Sicher dank PIN

Sendungen im Transportfach sind per Sicherheitsschloss, Überwachungskamera und PIN-Code-Abfrage vor unbefugtem Zugriff gesichert. Wird eine gewaltsame Öffnung des Transportfachs versucht, löst der Roboter umgehend Alarm aus und verständigt den Operator. Dank konstantem GPS-Signal lässt sich die Position des Fahrzeugs jederzeit zurückverfolgen.

Metro ebenfalls interessiert

Nicht nur Hermes ist auf den Lieferroboter von Starship Technologies aufmerksam geworden. So rollte er auch auf dem Firmengelände des Düsseldorfer Handelsunternehmens Metro AG. Hier lieferte der Roboter seine erste Testlieferung aus - Schokolade an Kinder der Kita „METRO-Sternchen“.

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