KEP: GO! erhöht Preise wegen steigender Transportkosten

Das Unternehmen reagiert damit unter anderem auf die Erweiterung der Maut sowie Personalverteuerung.

Der KEP-Dienstleister GO! erhöht seine Preise zum 1. Februar 2024. (Foto: GO!)
Der KEP-Dienstleister GO! erhöht seine Preise zum 1. Februar 2024. (Foto: GO!)
Sandra Lehmann

Der KEP- und Logistikdienstleister GO! erhöht die Standardpreise ab dem 1. Februar 2024 um durchschnittlich 8,5 Prozent. Das gab das Unternehmen Mitte Dezember in einer Pressemeldung bekannt. Der Dienstleister reagiert damit nach eigenen Angaben auf gestiegene Transportkosten infolge der Mauterweiterung, Investitionen in das Netzwerk und Personalverteuerung, um die zuverlässige Versorgung der Kunden zu sichern.

Die Preisanpassung betreffe die nationalen und internationalen Preise sowie die Zusatzleistungen.

„Deutliche Mehrkosten, die mit der Erweiterung der Maut, dem steigenden CO2-Preis als Teil des Klima- und Transformationsfonds, der Steigerung des Lohnniveaus, Bereitstellung von Fahrzeugen, Investitionen in IT-Security oder auch unseren Nachhaltigkeitsbestrebungen einhergehen, machen eine Preisanpassung unumgänglich“, erläutert Martina Baerecke, Geschäftsführerin der GO! Express & Logistics Deutschland GmbH.

Die Kosten rund um den Produktionsprozess steigen aus Sicht des Dienstleisters – ob für technische Servicedienstleistungen für die Bandanlagen in Sortierzentren oder durch Lieferengpässe bestimmter Bauteile seitens der Hersteller. Höhere Ausgaben im Personalbereich, unter anderem zur Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung und Mitarbeiterbindung, sowie fortlaufende Investitionen zur Erreichung der Umweltziele, beispielsweise für die Umsetzung von technischen Maßnahmen wie der Installation von Wallboxen und Photovoltaik-Anlagen oder der Ergänzung des Fuhrparks um alternativ betriebene Fahrzeuge, fließen im Rahmen der Preisanpassung ein.

Damit Kunden- und Firmendaten geschützt sind, investiert GO! eigenen Aussagen zufolge in Technik und Fachpersonal zur Weiterentwicklung technischer Sicherheitsrichtlinien sowie zur Umsetzung eines IT-Sicherheitsstandards mit dem Ziel einer ISO-Zertifizierung.

GO! habe sich bisher jedoch gegen einen zusätzlichen Peak- und Peak-Season-Zuschlag für seine Produkte und Services ausgesprochen. Die Lieferkapazität bleibt laut Unternehmen mit höheren Sendungsmengen im Saisongeschäft gesichert.