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KEP: Eine Roboterlänge voraus

Schweizerische Post testet Lieferroboter in Bern, Köniz und Biberist.
Kleiner Roboter - große Wirkung: Der Lieferroboter soll in der Schweiz die Letzte Meile übernehmen. (Foto: Post CH AG)
Kleiner Roboter - große Wirkung: Der Lieferroboter soll in der Schweiz die Letzte Meile übernehmen. (Foto: Post CH AG)
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Nadine Bradl

Die Schweizerische Post führt ab September 2016 Tests mit selbstfahrenden Lieferrobotern durch, um deren Eignung für die Warenzustellung auf der Letzten Meile zu prüfen. Das teilte die Post CH AG in einer Pressemitteilung am 23. August mit. Zum Einsatz kommen demnach Modelle des Herstellers Starship Technologies, die eine Nutzlast von bis zu zehn Kilogramm über eine Distanz von knapp sechs Kilometern befördern können. In Deutschland testet Starship Technologies seine Lieferroboter unter anderem mit der Hamburger Hermes Germany GmbH sowie dem Handelskonzern Metro AG (LOGISTIK HEUTE berichtete).

Ad-hoc-Logistik auf der letzten Meile

Die Schweizerische Post testet nach eigenen Angaben den Lieferroboter als zusätzliche Zustellform, um die Paketzustellung in Zukunft punktuell zu ergänzen. Konkrete Einsatzgebiete sieht die Post bei Spezialsendungen, die flexibel, schnell und günstig in einer lokalen Umgebung ausgeliefert werden müssen. Unter anderem seien Anwendungen denkbar in den Bereichen Same-Day- und Same-Hour-Delivery, für Essenslieferungen oder auch bei Hauslieferungen von medizinischen Produkten. Diese Ad-hoc-Logistik auf der Letzten Meile werde aktuell nicht abgedeckt. Deshalb könnten Lieferroboter künftig eine sinnvolle Erweiterung der Logistikkette darstellen. Abhängig von den Ergebnissen der Tests rechnet die Post mit ersten kommerziellen Einsätzen in frühestens drei Jahren.

Begleitete Zustellung

Die Tests der Lieferroboter werden in den Gemeinden Bern, Köniz und Biberist durchgeführt. An heiklen Stellen und bei Unsicherheiten wird ein sogenannter Remote-Operator hinzugeschaltet, um den Paketroboter aus der Distanz zu steuern, teilt das Unternehmen mit. Mit jeder Fahrt lerne der Paketroboter außerdem dazu und steigere dadurch seinen Grad an Autonomie. Auf den Testfahrten werden die Lieferroboter durchgehend von einer Person begleitet und überwacht, damit möglichst viele Informationen zum Betrieb gesammelt werden können.

Drohnen-/Roboter-Kombination

Und auch in Sachen Drohnen will sich die Schweizer Post nicht abhängen lassen: So prüfe man auch die Kombination der Lieferroboter und Drohnen. Diese Technologien ließen sich gut ergänzen, da die Drohnen mit ihrer höheren Reichweite und Geschwindigkeit Vorteile beim Transport von hoch prioritären Sendungen oder für die Belieferung in abgeschiedenen Gegenden mit sich bringen würden.

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