KEP: DPD strebt Netto-Null Klimaziel an

Der Dienstleister und seine Muttergesellschaft GeoPost wollen ihre Treibhausgasemissionen bis 2040 im Vergleich zu 2020 um 90 Prozent reduzieren.

Der KEP-Dienstleister DPD hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. (Foto: DPD)
Der KEP-Dienstleister DPD hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. (Foto: DPD)
Sandra Lehmann

Vor dem Hintergrund des rasanten Wachstums in den Bereichen E-Commerce und Paketzustellung beschleunigt die GeoPost/DPD Group ihren Plan zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Das gab das Unternehmen im August in einer Pressemeldung bekannt. Demnach hat die Gesellschaft ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele und Umsetzungspläne bei der Science-Based-Targets-Initiative (SBTi) eingereicht, die Unternehmen weltweit auf Grundlage neuester klimawissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Emissionsreduktion unterstützt. Die GeoPost/DPD Group verpflichtet sich damit, bis 2040 ihre Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und 3) gegenüber dem Basisjahr 2020 um 90 Prozent zu reduzieren. Weiterhin sollen alle verbleibenden Emissionen durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der Dekarbonisierungsfahrplan im ersten Quartal 2023 von der Initiative validiert wird.

Alle DPD Geschäftseinheiten müssen anpacken

Zur Umsetzung des Netto-Null-Ziels sei jede der 20 größten DPD Geschäftseinheiten in Europa gefordert. DPD Deutschland unterstützt die ambitionierte Zielsetzung aus Paris:

„Die Initiative ermöglicht es, unsere Ziele neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen und unterstützt bei der Weichenstellung für die Umsetzung“, erklärt Gerd Seber, Group Manager City Logistics & Sustainability bei DPD Deutschland.

Die deutsche Geschäftseinheit werde ihren Teil zur Zielerreichung insbesondere durch den Ausbau bestehender Projekte in den Bereichen Erste und Letzte Meile, Fernverkehr und Elektrifizierung beitragen.

„Mit dem Ausbau unserer lokal emissionsfreien Zustellung in den größten deutschen Innenstädten haben wir bereits ein ambitioniertes Programm, um unsere Emissionen bis 2030 deutlich zu reduzieren“, sagt Seber.

Für die Elektrifizierung der Letzten Meile durch elektrische Transporter und Lastenfahrräder arbeitet DPD Deutschland seit 2021 eng mit dem E-Cargobike-Hersteller Onomotion zusammen. So werde auf der Letzten Meile nicht nur CO2 eingespart, auch der Autoverkehr werde reduziert und trage zu sauberen und verkehrsberuhigteren Innenstädten bei

Im Rahmen des Projekts DPD@Rail sollen zunächst bis zu fünf Prozent des Lieferverkehrs auf die Schiene verlagert werden. Bislang rollen die Züge mit DPD-Paketen zwischen Duisburg und Hamburg sowie zwischen Duisburg und Leipzig. Außerdem geplant sind laut dem Unternehmen weitere Zugverbindungen zwischen Lehrte und Nürnberg sowie Köln und München.

Printer Friendly, PDF & Email