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KEP-Dienste: UPS-Lastenfahrräder auch in den USA

UPS führt das Hamburger Modell in Portland ein.
Übertragbares Modell: UPS liefert jetzt in Portland nach dem Hamburger Vorbild Pakete von Mikrodepots aus per Lastenrad. UPS-Chairman und CEO David Abney fuhr Probe. (Foto: UPS)
Übertragbares Modell: UPS liefert jetzt in Portland nach dem Hamburger Vorbild Pakete von Mikrodepots aus per Lastenrad. UPS-Chairman und CEO David Abney fuhr Probe. (Foto: UPS)
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Redaktion (allg.)

Das Pilotprojekt aus der Hamburger Innenstadt macht Schule: UPS setzt seit 21. November auch in Portland, USA, bei der Paketzustellung ein dreirädriges E-Bike ein. Der US-Logistikkonzern UPS hat angekündigt, die in Hamburg erprobte Kombination aus Lastenrädern und Mikrodepots in die USA übertragen zu wollen. Die Lasten-Pedelecs, die fester Bestandteil von UPS‘ Strategie zur Reduzierung der CO2-Emissionen sind, sind in der Hamburger Innenstadt bereits seit 2012 unterwegs. Der Paketdienst geht davon aus, dass die Lastenräder auch in den USA landesweit zum festen Bestandteil der Paketzustellung werden könnten. Das sei gewissenmaßen ein Schwenk zurück zu den Wurzeln, wie Mark Wallace, UPS Senior Vice President Global Engineering and Sustainablity, erklärte: „UPS war in den Anfängen seiner 109-jährigen Firmengeschichte ursprünglich ein Fahrradkurier-Unternehmen. Das Fahrrad könnte durchaus sein Comeback finden, um dicht bevölkerte Ballungszentren sowie städtische Gebiete zu bedienen und dabei gleichzeitig auf ökologische Nachhaltigkeit zu fokussieren.“

Hamburger Modell in fünf weiteren Städten

Das Hamburger City-Logistik-Projekt von UPS könnte als Vorlage dazu dienen. Es konzentriert sich auf die Entwicklung einer neuen Methode der Warenlieferung in städtischen Gebieten. UPS hat dafür zur Zwischenlagerung von Paketen in Hamburg vier Container an zentralen Standorten aufgestellt. Von diesen Punkten aus werden die Pakete zu Fuß oder per Fahrrad zugestellt. Das Pilotprojekt wurde im Februar 2015 um weitere zwei Jahre verlängert und auch in Paris, Offenbach und Herne ausgerollt. Auch in München soll dieses Modell im Rahmen des City2Share-Projekts an den Start gehen. Außerdem hat die Stadt Hamburg die Lastenräder gerade erst in ihr „Smart Last Mile Logistics“-Forschungsprojekt aufgenommen, das innovative Konzepte für die City-Logistik entwickeln soll.

Prädestinierter Pilotpartner Portland

In den USA komme nachhaltige Logistik ebenfalls gut an, ist Portlands Bürgermeister Charlie Hales überzeugt: „Wie alle Städte sucht auch Portland nach Möglichkeiten zur Bekämpfung der städtischen Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung.“ Die Stadt sei auch insofern ein natürlicher Pilotpartner gewesen, als UPS hier bereits traditionelle Fahrräder saisonal im Lieferverkehr einsetzt. Das E-Lastendreirad in den USA ist mit batteriebetriebenen Elektromotoren ausgestattet, die es ermöglichen, größere Entfernungen zu überbrücken, erhebliche Lasten zu transportieren sowie Hügel und anderes Gelände zu befahren. Die maximale Energieeffizienz wird erreicht, wenn Batterieleistung und menschliche Kraft gleichzeitig kombiniert werden. Anders als das Hamburger Modell kann das US-Cargotricycle zudem entweder ausschließlich mit Batterien oder Pedalen betrieben werden. Während der Testphase bewertet UPS die Zuverlässigkeit, das Design, die Integration in die Infrastruktur und die Akzeptanz dieses Fahrzeugs. Wenn dies erfolgreich sei, wolle man für das Jahr 2017 weitere E-Bike-Implementierungen und Tests vornehmen, kündigte das Unternehmen an. (ha/jr)

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