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KEP-Dienste: StreetScooter nimmt chinesischen Markt in Angriff

Die Markteinführung des Elektrotransporters soll ein Joint Venture von StreetScooter und dem chinesischen Autohersteller Chery bewerkstelligen.

StreetScooter will seine Elektro-Lieferfahrzeuge ab 2021 in China produzieren. (Foto: Deutsche Post AG)
StreetScooter will seine Elektro-Lieferfahrzeuge ab 2021 in China produzieren. (Foto: Deutsche Post AG)
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Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

StreetScooter, eine Tochter der Deutschen Post DHL Group, plant den Markteintritt der Elektro-Lieferfahrzeuge in China. Dazu hat die StreetScooter GmbH gemeinsam mit dem chinesischen Autohersteller Chery Holding Group (Chery) ein Memorandum of Understanding (MoU) durch Jörg Sommer, CEO StreetScooter, und Yin Tongyue, Chairman of the Board of Chery Holdings Co., Ltd., zur Gründung eines Joint Venture in Peking unterzeichnet.

Ziel der Zusammenarbeit ist es laut den Unternehmen, gemeinsam elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge (eLCV) speziell für den internationalen Markt in ausgewählten Ländern zu entwickeln. Dazu gehören dann die lokale Fertigung und Beschaffung sowie der landesweite Vertrieb und Service.

Laut dem Memorandum soll der Markteintritt für elektrische Nutzfahrzeuge in China schrittweise erfolgen. Für 2021 sei die Serienproduktion mit Produktionskapazitäten von bis zu 100.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr geplant, so die Mitteilung. Das Memorandum ist nach Unternehmensangaben Bestandteil der Wirtschaftsabkommen im Rahmen der China-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Jörg Sommer, CEO der StreetScooter GmbH:

„Der Einstieg in den chinesischen Markt ist ein bedeutender Meilenstein in der noch jungen Geschichte von StreetScooter. Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit unserem Partner Chery den größten Markt für elektrische Nutzfahrzeuge zu erschließen, unsere Energie-, Logistik- und Flottenlösungen einzuführen sowie die Wertschöpfung zu lokalisieren. Mit Japan und China ist StreetScooter damit bereits in den beiden wichtigsten Volkswirtschaften Asiens präsent.“

Erweiterte Internationalisierung

StreetScooter setzt seinen Internationalisierungskurs damit nach der Kooperation mit dem japanischen Logistikunternehmen Yamato fort. Yin Tongyue, Vorstandsvorsitzender der Chery Holding Group:

„Die enge Zusammenarbeit zwischen Chery und StreetScooter wird Möglichkeiten für beide Seiten schaffen, um den Weltmarkt zu erschließen, insbesondere in der EU und China. Sie wird Chery auch bei der weiteren Beschleunigung der Entwicklung innovativer Lösungen unterstützen, die auf neuen Energien und der intelligenten Kopplung basieren und damit Fahrzeuge mit traditionellem Antrieb übertreffen. Chery wird global einzigartige Ressourcen und Know-how aktiv integrieren durch offene Zusammenarbeit und kundenorientierte Alleinstellungsmerkmale und Angebote.“

Der Absatz für die künftig gemeinsam produzierten E-Fahrzeuge soll über eine regional angepasste Version der StreetScooter-Produkte und -Services erfolgen. Potenzielle Kunden sollen große Flottenbetreiber in den Bereichen "Last-Mile-Delivery" und E-Commerce sein.

Gleichzeitig zielt das Joint Venture darauf ab, einen Standort für Forschung und Entwicklung in China aufzubauen. Schwerpunkte sollen demnach die eLCV-Komponentenentwicklung, Technologie, Fahrzeugarchitektur und -design, autonome Logistik- und Energielösungen sein.

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