KEP-Dienste: GO! Express & Logistics stellt auf kontaktlose Zustellung um

Zugleich hat der Expressdienstleister nach eigenen Angaben seine Lagerkapazitäten um zusätzliche Flächen erhöht.

Expressdienstleister GO! will für den Gesundheitsbereich weiterhin zeitkritische Sendungen in Deutschland und international abwickeln. (Foto: GO! Express & Logistics)
Expressdienstleister GO! will für den Gesundheitsbereich weiterhin zeitkritische Sendungen in Deutschland und international abwickeln. (Foto: GO! Express & Logistics)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

GO! Express & Logistics will sein Express- und Kurierdienstgeschäft der aktuellen Krisensituation aufgrund des Coronavirus anpassen und stellt seine Dienstleistungen ab dem 23. März auf eine kontaktlose Zustellung und Abholung umstellen. Das gab das Unternehmen am 19. März bekannt. So solle vermeiden werden, dass Kunde, Versender, Empfänger und Kurier in direkten Kontakt miteinander kommen.

Gleichzeitig hat der Expressdienstleister nach eigenen Angaben seine Lagerkapazitäten erhöht und kann den Kunden damit zusätzliche Flächen anbieten, um Waren und Produkte sicher zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich werde der Service am Wochenende intensiviert, hieß es.

Keine direkte Unterschrift mehr nötig

Für die Zustellung und Abholung auf kontaktlosem Wege ist ab 23. März damit keine direkte Unterschrift mehr nötig. Zusätzliche Informationen für Versender oder Empfänger wie beispielsweise zur Zustell- oder Abholzeit können durch die Buchung eines telefonischen Avis erfolgen.

Das Abstellen von Sendungen an einem festgelegten Alternativort mithilfe einer Abstellgenehmigung ist GO! zufolge ebenso möglich. Diese Leistungen können demnach auch bei Abholungen in Anspruch genommen werden. Die Maßnahmen sind laut dem Anbieter grundsätzlich für alle Services möglich. Ausgenommen sind solche, für die eine gewisse Legitimation, wie zum Beispiel bei der Code-Zustellung, ein zentraler Dienstleistungsbestandteil ist. Ulrich Nolte, Geschäftsführer der GO! Deutschland:

„Als Dienstleister für in dieser Zeit systemrelevante Branchen wie den Healthcare-Bereich wollen wir mit allem unterstützen, was die Lieferkette und somit die lückenlose Versorgung sichern kann. Selbstverständlich haben wir alle betriebsinternen und operativen Abläufe in unserem Unternehmen auf die grundsätzlichen Präventionsempfehlungen der WHO, des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums ausgerichtet beziehungsweise angepasst.“

Ziel des Expressdienstleisters ist laut eigenen Angaben eine reibungslose Abwicklung der erteilten Transportdienstleistungen im Rahmen der aktuellen gesetzlichen und behördlichen Grenzen und Vorgaben.

Auf diese Weise könnten mit Ausnahme der behördlich ausgewiesenen Risikogebiete aktuell Abholungen und Zustellungen national wie international abgewickelt werden, so der Anbieter. Aufgrund von Grenzkontrollen könne es allerdings zu Verzögerungen kommen. Soweit möglich und rechtlich zulässig, bemühe man sich allerdings auch um die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen.

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