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KEP: DHL will Schadensersatz von IBM und SAP

Laut „Manager Magazin“ wird gerade vom PwC-Team Strategy& ein Anspruch geprüft.
(Symbolbild: DHL)
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Nadine Bradl

Kann der KEP-Dienstleister Deutsche Post DHL Schadensersatz von den Softwareanbietern IBM und SAP verlangen? Genau diese Frage soll nach Informationen des Manager Magazins gerade das PwC-Team Strategy& für das Bonner Unternehmen klären. Die PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Frankfurt am Main, wollte auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE keine Stellungnahme abgeben. Man gebe grundsätzlich keine Auskunft über Auftraggeber, so ein Pressesprecher.

345Millionen Euro bereits abgeschrieben

Im Raum könnten Forderungen in Millionenhöhe stehen. Denn DHL musste wegen der gescheiterten Einführung von NFE (New Forwarding Environment) bereits 345 Millionen Euro abschreiben (308 Millionen Euro Investition plus 37 Millionen Euro Rückstellungen für die Abwicklung). Das belastete zuletzt auch die Jahresprognose: DHL korrigierte den operativen Gewinn von mehr als fünf Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden Euro (LOGISTIK HEUTE berichtete).

DHL prüft Austausch und Alternativen

NFE war für die DHL-Frachtsparte Global Forwarding entwickelt worden, um die Prozesse zu vereinfachen sowie Effizienz und Standardisierung voranzutreiben. Wie das Manager Magazin schreibt, sei das System von IBM und SAP aber unbrauchbar für den KEP-Dienstleister. DHL prüft nach eigenen Angaben „unter Abwägung potenzieller Alternativen zu NFE, den Austausch und die Weiterentwicklung der IT-Landschaft des Bereichs schrittweise durchzuführen“, heißt es in einer Pressemitteilung vom 11. November. Möglich sei eine flexible IT-Architektur, die die bestehenden Systeme verbessert und zusammenführt sowie bereits bewährte Lösungen der Speditionsbranche integriert.

Bewährte Lösungen einsetzen

„Das Ziel wäre eine am Geschäft orientierte, sukzessive IT-Erneuerung, die die angestrebte Verbesserung der operativen Geschäftsentwicklung am besten unterstützen könnte“, heißt es weiter. Vorstellbar wäre, die Transparenz durch optimierte Erfassung, Darstellung und Steuerung entlang der Prozesskette zu erhöhen sowie die papiergestützte Arbeit durch ein Dokumenten-Management-System, das sich bereits im Amerika-Geschäft bewährt habe, zu reduzieren. Hierbei sei man „mit verschiedenen Dienstleistern, darunter auch dem Partner der NFE Implementierung, um diesem auch weiterhin die Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen zu ermöglichen“, im Gespräch.

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