KEP: 2021 wuchs das Paketvolumen in Deutschland um zehn Prozent

Weltweit erhöhte sich 2021 das Volumen an verschickten Paketen sogar um 21 Prozent auf 159 Milliarden, besagt der Pitney Bowes Parcel Shipping Index.

Weltweit stieg 2021 die Zahl der verschickten Pakete laut dem Pitney Bowes Parcel Shipping Index um 21 Prozent auf 159 Milliarden. (Bild: AdobeStock, Alessandro Biascioli)
Weltweit stieg 2021 die Zahl der verschickten Pakete laut dem Pitney Bowes Parcel Shipping Index um 21 Prozent auf 159 Milliarden. (Bild: AdobeStock, Alessandro Biascioli)
Gunnar Knüpffer

In Deutschland haben die Paketdienstleister 2021 zehn Prozent mehr Pakete als im Jahr zuvor ausgeliefert. Das waren 4,5 Milliarden Pakete oder 111 Pakete pro Haushalt. Dadurch konnten sie hierzulande ihren Umsatz um 16 Prozent auf 25 Milliarden US-Dollar hochfahren. Alle größeren Paketdienstleister wie DHL, Hermes, UPS, DPD, GLS und FedEx verzeichneten damit dem Pitney Bowes Parcel Shipping Index zufolge zweistellige Zuwächse beim Umsatz.

Dieser Jahresbericht wurde am 26. September veröffentlicht. Er misst das Volumen und die Umsätze im Geschäft mit Paketsendungen mit einem Gewicht bis 31,5 Kilogramm. Das Technologieunternehmen Pitney Bowes, das Lösungen im Bereich Paketversand anbietet, erstellt diesen Index für Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, Schweden, Brasilien, China, Indien, Japan, Kanada und die USA.

„2021 war ein Jahr des Umbruchs“, sagte der Geschäftsführer von Pitney Bowes Deutschland, Burkhard Heihoff. „In zahlreichen Branchen konnten wir sehen, wie sich Unternehmen neuen Herausforderungen stellen mussten – auch die Paketdienste. Diesen kontinuierlich schwierigen Bedingungen konnten sie jedoch trotzen und ihre Umsätze hierzulande steigern.“

Insgesamt konsolidiere sich der Markt weiter hin zu den großen Anbietern, das sei auch ein Zeichen des Vertrauens in die großen Sechs und ihre Leistungen.

Eine wichtige Rolle für den Paketmarkt spielt dabei der E-Commerce, dessen Bruttoumsätze in Deutschland im Jahr 2021 um 19 Prozent auf 99,1 Milliarden US-Dollar anwuchsen. Dieser Aufwärtstrend setzt sich laut dem Bericht seit dem Ausbruch der Coronapandemie im Jahr 2020 kontinuierlich fort. Deutsche Paketdienste erweitern dabei ihr PUDO-Netz (Pick-up Drop-off) durch die Integration von Paketstationen, um das Wachstum beim E-Commerce zu unterstützen.

Weltweit stieg 2021 die Zahl der verschickten Pakete um 21 Prozent auf 159 Milliarden. Das bedeutet, dass in dem Jahr pro Sekunde 5.000 Pakete gesendet wurden, während es im ersten Coronajahr 2020 erst 4160 waren.

2021 erhöhte sich der Gesamtumsatz der Paketlieferdienste dadurch um 17 Prozent von 420 auf 491 Milliarden US-Dollar. In allen Ländern außer Japan verzeichneten die Paketdienste dabei ein zweistelliges Umsatzwachstum. Die USA blieben der Markt mit dem höchsten Paketumsatz, der einen Wert von 188 Milliarden US-Dollar erreichte.

 

Erstmals wurden im vergangenen Jahr in China, dem größten Markt in Bezug auf das Gesamtvolumen, mehr als 100 Milliarden Pakete transportiert, und zwar 108 Milliarden. Diese Entwicklung hatte Pitney Bowes bereits im sechsten Index prognostiziert. Das größte Umsatzwachstum verzeichneten dagegen die schwedischen Paketdienste, dieses lag bei 38 Prozent. Und das höchste Pro-Kopf-Paketaufkommen erzielte Großbritannien mit 80 Paketen pro Kopf.

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