Keine Verlagerung auf die Straße

Industrieunternehmen setzen trotz Streik auf die Schiene.
Redaktion (allg.)

Die deutschen Automobilkonzerne planen trotz der ab 7. Januar angekündigten Streiks der Lokführer keine Verlagerung von Transporten von der Schiene auf die Straße. Sprecher von Volkswagen und Porsche verwiesen auf die gute Zusammenarbeit mit der Bahn in der Vergangenheit. VW setzt stattdessen auf bewährte Notfallkonzepte mit Ausweichflächen rund um die Werke. Ein Sprecher des Branchenverbandes VDA nannte den Zeitpunkt verfrüht, "um über langfristige Änderungen nachzudenken". Die Bahn sei integraler Bestandteil der Logistikkette in der Automobilindustrie. Als weniger gravierend schätzen Branchenvertreter der Chemieindustrie die Auswirkungen eines erneuten Streiks im Schienengüterverkehr ein. So wickelt Marktführer BASF zwar knapp 30 Prozent aller Transporte über die Schiene ab. Den größten Teil übernehmen dabei allerdings andere Anbieter als die Deutsche Bahn AG, wie die Schweizer Nationalbahn SBB Cargo oder Rail4chem.

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