Karstadt: Neue Sparrunde

Auch Logistik wird unter die Lupe genommen.
Thilo Jörgl

Karstadt-Chef Miguel Müllenbach hat eine Sparrunde angekündigt, von der auch die Logistik nicht ausgeschlossen sein soll. Man könne sich „keine Tabus mehr in der Hauptverwaltung, der Logistik oder in den Filialen leisten“, sagte er in einem Interview mit dem „Handelsblatt“, das am 31. Juli erschienen ist. Die Betriebskosten seien nach wie vor zu hoch für das Geschäftsmodell, so Müllenbach weiter. Er führt seit dem Abgang seiner Vorgängerin Eva-Lotta Sjöstedt den Konzern.

Nach Angaben des Unternehmenslenkers hat Karstadt im Geschäftsjahr 2012/2013 operativ 124 Millionen Euro Verlust gemacht. Ursprüngliches Ziel sei es gewesen, defizitäre Sortimentsbestandteile herauszunehmen und durch profitablere Bestandteile zu ersetzen. Das ist laut Müllenbach nicht wie geplant gelungen. „Zusätzlich war auch die strukturelle Verschiebung von Umsätzen vom stationären Handel hin zum Onlinehandel für uns stark spürbar, ohne dass wir selbst vom Online-Wachstum profitieren konnten“, betonte der Manager.

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