Karriere: HHLA bildet Mitarbeiter zu Zukunftslotsen aus

Belegschaft soll auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorbereitet werden.

HHLA-Personalvorstand Torben Seebold möchte die Mitarbeiter mit der Weiterbildungsoffisive fit für die digitale Zukunft machen. (Foto: Thies Rätzke/HHLA)
HHLA-Personalvorstand Torben Seebold möchte die Mitarbeiter mit der Weiterbildungsoffisive fit für die digitale Zukunft machen. (Foto: Thies Rätzke/HHLA)
Sandra Lehmann

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat ein neues Qualifizierungsprogramm gestartet, um ihre Mitarbeiter auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten. Die künftigen „Zukunftslotsen“ sollen nach Angaben der HHLA lernen, digitale Projekte und Prozesse zu steuern und Mitarbeiter anzuleiten. Gefördert wird die Weiterbildungsinitiative im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes der Bundesregierung durch die Agentur für Arbeit Hamburg.

„Die künftigen ‚Zukunftslotsen‘ werden an wichtigen Schnittstellen im Konzern ein Garant für eine erfolgreiche digitale Transformation und nachhaltige Entwicklung bei der HHLA sein“, sagte HHLA-Personalvorstand Torben Seebold bei der Vorstellung des Programms. Als Motor des digitalen Wandels im Hafen wolle die HHLA die mit der Digitalisierung einhergehenden Prozesse aktiv mitgestalten. Dazu gehöre nicht nur, in innovative Technologien und zukunftsträchtige Geschäftsfelder zu investieren. „Wir müssen gleichzeitig unsere Beschäftigten auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten. Der digitale Wandel verändert Arbeitsplätze und es entstehen ganz neue. Nur mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die offen für Neues sind und ihre Aufgaben mutig und verantwortungsbewusst anpacken, werden wir in der Lage sein, schnell und flexibel mit den immer komplexer werdenden Anforderungen umzugehen.“

Seit Dezember werden bei der HHLA Fach- und Führungskräfte sowie Projektverantwortliche zu zertifizierten „Zukunftslotsen“ qualifiziert. Im Fokus der Maßnahme stehen dem Unternehmen zufolge die Erweiterung agiler Methodenkompetenzen, moderne Innovationsprozesse, Kollaboration in komplexen Systemen und der Transfer in eine projekt- und netzwerkorientierte Organisation. Um mit möglichen, durch die Digitalisierung ausgelösten Ängsten und Abwehrreaktionen verantwortungsvoll umgehen zu können, gehören zudem soziale Kompetenzen und empathische Mitarbeiterführung zum Programm. An der ersten Qualifizierungsmaßnahme dieser Art nehmen laut HHLA 18 Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Bereichen der AG teil – von allen drei Hamburger Containerterminals, von Unikai, von HCCR Hamburger Container- und Chassis-Reparatur-Gesellschaft, von HPC Hamburg Port Consulting und aus der Holding.

4,6 Millionen in Weiterbildung

HHLA-Personalvorstand Seebold betonte, dass Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen das Rückgrat der strategischen Personalentwicklung bei der HHLA seien. 2018 habe der Konzern allein am Standort Hamburg 4,6 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung seiner Beschäftigten investiert.

Zuschuss durch die Arbeitsagentur

Die Arbeitsagentur übernimmt beziehungsweise bezuschusst die Lehrgangskosten und das Arbeitsentgelt während der Weiterbildungszeit, wie die HHLA berichtet. Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg, beobachtet den sich wandelnden Arbeitsmarkt sehr genau:

„Auch Hamburger Betriebe müssen ständig ihre Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit in einem globaler werdenden Markt beweisen. Gleichzeitig müssen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer neuen Herausforderungen im Arbeitsprozess stellen“.

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