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Karriere: Fit für den Job dank KI im Studium

In der Praxisphase des LAMA sollen die Studierenden das Gelernte in eigenen Projekten umsetzen.

Bei Bedarf stehen Betreuer den Studierenden in ihren Projekten zur Seite. (Foto: J.Ballach/ C.Wetzel, KIT)
Bei Bedarf stehen Betreuer den Studierenden in ihren Projekten zur Seite. (Foto: J.Ballach/ C.Wetzel, KIT)
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Melanie Endres

Ein gewinnbringender Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) im Berufsleben setzt Erfahrung voraus. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) trainieren angehende Ingenieure dafür bereits im Bachelorstudium: Im Labor für angewandte Machine Learning Algorithmen, kurz LAMA, machen sie sich mit praxisnahen KI-Projekten fit für künftige Aufgaben. Die vermeldete kürzlich das KIT.

Praktische Herausforderungen

Im LAMA beschäftigen sich die Studierenden der Elektrotechnik und Informationstechnik am KIT schon in den ersten Semestern des Studiums mit KI-Verfahren, die laut KIT bis vor wenigen Jahren nur Spezialisten zugänglich waren. Sie sollen sich an praktischen Herausforderungen üben und die vielfältigen Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des Maschinellen Lernens kennen lernen. Dadurch entwickeln die Studierenden innovative Lösungen, so die Angaben in der Pressemitteilung.

Fit für neue Geschäftsfelder

Diese sind nicht nur in der Wissenschaft gefragt, auch etablierte Unternehmen und junge Ausgründungen wollen sie nutzen, um neue Geschäftsfelder zu generieren – vom Sprachassistenten, über Industrie 4.0 bis zum Autonomen Fahren.

„Wir wollen unsere Studierenden fit machen für die Aufgaben in Industrie und Forschung“, sagen die Macher des LAMA, die Leiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT, die Professoren Jürgen Becker, Eric Sax und Wilhelm Stork. „Dazu gehört es, früh im Studium die aktuellen Werkzeuge kennen zu lernen, um sie dann immer wieder im Einsatz einzuüben.“

Zwei Phasen

„Im ersten Teil des LAMA vermitteln wir den Studentinnen und Studenten die wesentlichen Werkzeuge etwa zu Datenaufbereitung und Programmdesign“, erläutert Simon Stock, einer der Betreuer des LAMA. „Im zweiten Teil entlassen wir sie dann in die ‚Wildnis‘.“

In der Praxisphase, auch „Into-the wild“-Phase genannt, haben die Studierenden vier Wochen Zeit, das Gelernte in eigenen Projekten umzusetzen: von der Solarstromprognose über Bilderkennung bis zum rückenfreundlichen Bürostuhl und einem Neuronalen Netzwerk, das Musik komponiert. Auf diese Weise haben laut KIT im vergangenen Sommersemester 30 Studenten gelernt, Herausforderungen zu erkennen, wissenschaftlich zu formalisieren und kreativ mit KI-Methoden zu lösen. Die Ergebnisse haben die Betreuer dann auch überzeugt:

„Die Motivation der Studierenden ist wirklich hoch“, sagt LAMA-Betreuerin Gabriela Molinar. „Sie bringen ihre eigenen Projekte mit. Eigene Ideen zu verfolgen, hilft, wenn man in die zähen Phasen der Entwicklung kommt.“

Gutes Feedback auch von den Studierenden

„Anstrengend, aber sehr interessant. Ideal wäre nun ein Aufbaukurs im nächsten Semester“, war ein Kommentar der Studierenden. Das unterstützen die Leiter des ITIV nach eigenen Angaben nicht zuletzt auch mit Blick auf die hohe gesellschaftliche Relevanz der KI. Ihr Ziel ist es nun, die Erfahrungen aus dem LAMA für die Lehre in weiteren KIT-Fakultäten einzusetzen.

„Das Thema braucht interessierte Bürgerinnen und Bürger, die mitreden können, und gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure, die den Wandel aktiv gestalten“, so die Leiter des ITIV.

 

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