Jungheinrich: Intralogistikanbieter fährt Gewinn um 10,7 Prozent auf 299 Millionen Euro hoch

Der Anbieter von Intralogistiklösungen Jungheinrich hob seinen Umsatz im Jahr 2023 um 16,4 Prozent auf 5,546 Milliarden Euro an. 2024 soll dieser zwischen 5,3 Milliarden Euro und 5,9 Milliarden Euro liegen.

Jungheinrich hat seinen Gewinn und seinem Umsatz im Geschäftsjahr 2023 gesteigert. Hier abgebildet ist der Autonome Mobile Roboter „arculee M“ des Unternehmens. (Bild: Jungheinrich)
Jungheinrich hat seinen Gewinn und seinem Umsatz im Geschäftsjahr 2023 gesteigert. Hier abgebildet ist der Autonome Mobile Roboter „arculee M“ des Unternehmens. (Bild: Jungheinrich)
Gunnar Knüpffer

Jungheinrich hat sein Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 um 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert auf 299 Millionen Euro gesteigert. Der Lösungsanbieter für die Intralogistik erhöhte seinen Umsatz auf 5,546 Milliarden Euro, was ein Wachstum von 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet, ist einer Pressemitteilung von Jungheinrich vom 28. März zu entnehmen.

Das EBIT übertraf mit 430 Millionen Euro den Vorjahreswert (386 Millionen Euro) um 44 Millionen Euro beziehungsweise 11,4 Prozent. Die EBIT-Rendite war dabei mit 7,8 Prozent niedriger als der Vorjahreswert (8,1 Prozent).

Der wertmäßige Auftragseingang des Konzerns, der die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst umfasst, lag 2023 mit 5,238 Milliarden Euro um 9,3 Prozent über dem Wert des Vorjahres (4,791 Milliarden Euro). Dabei reduzierte sich der Auftragseingang in Bezug auf die Stückzahlen: Dieser ging um 5,4 Prozent von 128.800 auf 121.800 Stück zurück.

Neben „sehr guten Zuwächsen bei Neufahrzeugen“ hätten auch die im Neugeschäft berücksichtigten Umsatzerlöse von Storage Solutions in Höhe von 219 Millionen Euro zu dieser Entwicklung beigetragen, teilte Jungheinrich mit. Der Umsatzanteil außerhalb Europas stieg im Berichtsjahr akquisitionsbedingt von 16 Prozent im Vorjahr auf rund 20 Prozent.

Der ROCE, das EBIT des Segmentes „Intralogistik“ in Prozent im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Kapital des Segmentes „Intralogistik“, ging auf 15,9 Prozent (Vorjahr: 16,3 Prozent) zurück. Der Free Cashflow belief sich auf +15 Millionen Euro und war damit deutlich besser als im Vorjahr (-239 Millionen Euro). Der positive Free Cashflow berücksichtigt dabei Belastungen in Höhe von 326 Millionen Euro aus den Akquisitionen von Storage Solutions und Magazino.

„Erstmals hat Jungheinrich mehr als fünf Milliarden Euro Auftragseingang und Umsatz sowie über 400 Millionen Euro EBIT erzielt“, sagte Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG.

Das sei ein großer Erfolg des gesamten Jungheinrich-Teams von inzwischen weltweit mehr als 21.000 Mitarbeitern. Dank der Akquisition der Storage-Solutions-Gruppe hätten sie 2023 ihre Präsenz in Nordamerika entscheidend ausbauen können und erstmals außerhalb Europas Umsatzerlöse von mehr einer Milliarde Euro verzeichnet.

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert die Jungheinrich AG einen Auftragseingang zwischen 5,2 Milliarden Euro und 5,8 Milliarden Euro. Für den Konzernumsatz hat das Unternehmen eine Zielbandbreite von 5,3 Milliarden Euro bis 5,9 Milliarden Euro festgelegt. Das EBIT soll bei einem Wert zwischen 420 Millionen Euro und 470 Millionen Euro liegen. Der Konzern rechnet mit einer EBIT-Rendite von 7,6 Prozent bis 8,4 Prozent. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass im Jahresverlauf keine makroökonomischen Verwerfungen infolge von weltpolitischen Krisen oder Problemen an den Finanzmärkten eintreten.