Jahresbilanz: Sick verzeichnet Umsatzrekord

Der Sensorhersteller erwirtschaftet erstmals mehr als zwei Milliarden Euro.

Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, stellte die Jahresbilanz des Unternehmens vor. (Foto: Sick AG)
Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, stellte die Jahresbilanz des Unternehmens vor. (Foto: Sick AG)
Sandra Lehmann

Das Sensorunternehmen Sick mit Hauptsitz in Waldkirch konnte in einem herausfordernden Geschäftsjahr 2022 positive Ergebnisse verzeichnen. Wie das Unternehmen am 27. April im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz bekannt gab, stieg der Umsatz um 11,5 Prozent auf 2.190 Millionen Euro (2021: 1.964 Millionen Euro) und überschritt somit nicht nur erstmalig die Zwei-Milliarden-Grenze.

Zudem erhöhte sich der Auftragseingang um 8,2 Prozent auf 2.511 Millionen Euro (2021: 2.321 Millionen Euro). Nach einem starken Geschäftsjahr 2021, das maßgeblich von Nachholeffekten nach der Coronapandemie bestimmt war, regulierte sich die EBIT-Marge 2022 auf einen soliden Wert von 7,5 Prozent vom Umsatz (2021: 10,3 Prozent). Das EBIT betrug somit 165 Millionen Euro und sank im Vorjahresvergleich um 18,6 Prozent, das Konzernergebnis lag bei 120 Millionen Euro (2021: 148 Millionen Euro). Die starke Erhöhung der Materialkosten (plus 17,3 Prozent) und sonstigen betrieblichen Aufwände (plus 32,2 Prozent), etwa durch Spotmarkt-Einkäufe, gestiegene Transportkosten und zusätzliche Entwicklungsaufwände, belasteten das EBIT.

Das Unternehmen habe zudem unverändert in seine Innovationskraft investiert und reichte 2022 erneut über 100 Patente ein, darunter mehr als 50 Prozent im Bereich Software- und KI-unterstützter Sensorlösungen.

„Das Geschäftsjahr 2022 mit seinen angespannten Beschaffungsmärkten stellte die Wirtschaft und auch unser Unternehmen vor zahlreiche Herausforderungen, vor allem die hohen Kosten belasteten die Profitabilität. Im Namen des gesamten Vorstandes möchte ich mich bei allen SICK-Beschäftigten bedanken, die mit viel persönlichem Einsatz täglich neue Hürden genommen und im Sinne unserer Kunden flexible und kreative Lösungswege gefunden haben. Unser Fokus lag auf der Sicherstellung der Lieferfähigkeit und Aufrechterhaltung der Kundenbeziehung bei gleichzeitigem Kostenbewusstsein. Diesen Ansatz werden wir auch 2023 weiterverfolgen und die erfreuliche Nachfrage nach Sensoren und digitalen Lösungen mit unverändert hoher Innovationskraft bedienen“, sagte Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG.