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IT: Logistik ist Schlusslicht bei Cybersicherheit

Laut einer Befragung fehlt Kultur der Informationssicherheit.
Der Logistiksektor ist einer aktuellen Befragung zufolge das Schlusslicht, wenn es um Informationssicherheit geht. (Symbolbild: @nt/Fotolia)
Der Logistiksektor ist einer aktuellen Befragung zufolge das Schlusslicht, wenn es um Informationssicherheit geht. (Symbolbild: @nt/Fotolia)
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Sandra Lehmann

Die Informationssicherheit der deutschen Firmen tritt seit letztem Jahr auf der Stelle und weist unverändert hohe Defizite auf. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt der Business Information Risk-Index 2018 des IT-Sicherheitsberaters Carmao. Die Erhebung, die auf einer Befragung von mehr als 2.000 Führungskräften basiert, ermittelt anhand von zehn Kriterien wie es um die Informationssicherheit in den Bereichen Automotive, Chemie, Food, Handel, Healthcare, Elektronik, Finanzen, Logistik und Energieversorgung bestellt ist.

Im kritischen Bereich

Demnach sieht es vor allem im Logistiksektor in Sachen Cybersicherheit schlecht aus. Dem Bericht zufolge befindet sich das Sicherheitslevel des Wirtschaftszweigs tief im roten Bereich, was ihn zum Schlusslicht im Vergleich der zehn untersuchten Branchen und Wirtschaftszweige macht. So erreicht die Logistik laut der Erhebung lediglich einen Wert von 60,74 Punkten und liegt damit sehr deutlich unterhalb des bei 75 Punkten beginnenden kritischen Bereichs. Hatte der Sektor im vergangenen Jahr noch Platz acht erreicht, landet die Logistik 2018 auf dem zehnten und damit auf dem letzten Platz des Rankings. „Hintergrund ist zweifellos, dass das aktuelle Niveau der Informationssicherheit aus Sicht der befragten Business Manager nicht nur so gering wie in keinem der zehn untersuchten Branchen ist, sondern gegenüber 2017 sogar einen Abwärtstrend zeigt“, so Carmao-Geschäftsführer Ulrich Heun.

Seltene Sicherheitsüberprüfungen

Zu den zentralen Ursachen gehört dem Beratungsunternehmen zufolge auch, dass keine ausreichende Kultur hinsichtlich der Informationssicherheit besteht. Dies drückt sich auch darin aus, dass sie von den Verantwortlichen auf allen Ebenen nur begrenzt thematisiert wird. Zudem fänden in keinem Wirtschaftszweig so selten Sicherheitsüberprüfungen statt wie in den Logistikbetrieben. Auch die Investitionsbereitschaft zeige sich gegenüber den anderen Wirtschaftssektoren zurückhaltender. Positiv hingegen ist laut der Studie, dass im Vergleich zu den anderen Bereichen weniger Sicherheitsvorfälle registriert werden. „Dies suggeriert vielleicht in fälschlicher Weise, dass kein wesentlicher Handlungsbedarf bestehe“, vermutet Heun.

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