IT für SCRM: Prewave holt elf Millionen Euro Finanzierung

Das Start-up will die Finanzierungsrunde nutzen, um die Supply-Chain-Analysefunktionen seiner Plattform zu erweitern und seine europäische Präsenz auszubauen.

Harald Nitschinger und Dr. Lisa Smith gründeten Prewave 2017 als Spin-off der Technischen Universität Wien. (Bild: Prewave)
Harald Nitschinger und Dr. Lisa Smith gründeten Prewave 2017 als Spin-off der Technischen Universität Wien. (Bild: Prewave)
Therese Meitinger

Die KI-basierte SCRM-Plattform Prewave hat am 21. September den Abschluss einer Serie-A-Finanzierung in Höhe von elf Millionen Euro bekannt gegeben. Angeführt wird die Finanzierungsrunde laut einer Pressemitteilung von Kompas und Ventech, die bereits die Seed-Runde des Unternehmens unterstützt und ihre Investments erneuert haben. Neu in die Finanzierungsrunde steigen demnach die Frühphaseninvestoren AWS Gründerfonds, IST Cube, Seed + Speed, Segnalita, Speedinvest und Working Capital Fund ein. Das Investment folge auf ein starkes Jahr für Prewave, heißt es: Während sich das Umsatzwachstum in den letzten zehn Monaten verzehnfacht und sich das Team verdreifacht habe, zählen mittlerweile ABinBev, Audi, BMW, Porsche, PWC, Toyota und Zurich Insurance zu den Kunden des Unternehmens.

Breite Palette an Lieferkettenrisiken abgedeckt

Prewave nutzt Eigenangaben zufolge seine KI-gestützte Plattform zur Analyse von Millionen von Onlinequellen in mehr als 50 Sprachen, um Risiken, die sich auf Lieferketten auswirken könnten, zu finden, zu kategorisieren und direkt anzugehen. Die Plattform deckt demnach eine breite Palette von Risiken bei Zulieferern ab, die beispielsweise Menschenrechte, Nachhaltigkeit und die Einhaltung von Gesetzen in der Lieferkette betreffen.  

Prewave ist ein Spin-off der Technischen Universität Wien und wurde 2017 von Dr. Lisa Smith und Harald Nitschinger gegründet. Das Scale-up will die Investition nutzen, um die Supply-Chain-Analysefunktionen der Plattform zu erweitern und die Kundenakquise in neuen europäischen Märkten voranzutreiben. Zudem plant Prewave, die Zahl der Mitarbeitenden bis Ende des Jahres zu verdoppeln. 

Dr. Lisa Smith, Mitbegründerin von Prewave, sagt:

„Dank künstlicher Intelligenz und automatisierter Sprachverarbeitung haben wir es Unternehmen ermöglicht, Risiken in ihrer Lieferkette in Echtzeit zu identifizieren, sodass sie schnell und effektiv korrigierend eingreifen können. Mit dem neuen Investment werden wir die Plattform in die nächste Phase bringen und eine mehrstufige Lösung für Lieferkettenrisiken schaffen, die den gesamten Risikolebenszyklus abdeckt.“

„Globale Lieferketten sind mehr Risiken ausgesetzt als je zuvor und das kann schwerwiegende soziale, reputationsbezogene und finanzielle Auswirkungen haben. Das Prewave-Team hat eine Plattform entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, einen proaktiven und wohlüberlegten Ansatz für ihre Lieferketten zu wählen“, so Talia Rafaeli, Partner bei Kompas.

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