Invest: Shell beteiligt sich bei InstaFreight

Ziel ist die Digitalisierung des Frachtverkehrs auf dem europäischen Transportmarkt.

Die Führungsmannschaft von InstaFreight (v.l.n.r.): Markus J. Doetsch, Chief Technology Officer, Philipp Ortwein, Co-Founder und Managing Director, und Maximilian Schaefer, Co-Founder und Managing Director. (Foto: InstaFreight)
Die Führungsmannschaft von InstaFreight (v.l.n.r.): Markus J. Doetsch, Chief Technology Officer, Philipp Ortwein, Co-Founder und Managing Director, und Maximilian Schaefer, Co-Founder und Managing Director. (Foto: InstaFreight)
Melanie Endres
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der Mineralölkonzern Shell hat ein Investment in die digitale Berliner Spedition InstaFreight bekannt gegeben. Damit wolle man „die Zukunft des europäischen Transportmarkts mitgestalten", hieß es aus dem Unternehmen. Nach der erfolgreichen Finanzierungsrunde des Venture Arms, Shell Ventures, werde InstaFreight mit dem neuen Geldgeber beim Ausbau seiner digitalen Angebote für Frachtunternehmen in Europa kooperieren und will damit generell die Digitalisierung des Straßengüterverkehrs und die Transformation des Frachtmarktes weiter beschleunigen. Der Anbieter hat sich auf die Fahnen geschrieben, mithilfe der Digitalisierung die Prozesse zu optimieren und Informationstransparenz zu erhöhen. Damit vereinfache man das Speditionsgeschäft und fokussiere sich auf den praktischen Nutzen sowohl für Verlader als auch für Transporteure, warb der Berliner Dienstleister.

„Im Gegensatz zu den in der Logistikbranche vielfach immer noch vorfindbaren analogen Prozessen und Kommunikationswegen, bietet InstaFreight gewerblichen Kunden eine digitale Alternative, was eine schnelle und bequeme Buchung der Transporte ermöglicht. Track & Trace Technologien führen zudem zu einer verbesserten Transparenz und machen Logistik für beide Akteure, Verlader und Fuhrunternehmer, effizienter", erklärt der Anbieter weiter.

Wachstum fortsetzen

Im Endeffekt offeriere man Flottenbetreibern eine komfortable und zuverlässige Möglichkeit, das richtige Geschäft zu erhalten, ihre Fahrzeuge beim Transport von Gütern in ganz Europa zu verfolgen und schnell und zuverlässig bezahlt zu werden, heißt es in der Mitteilung. „Die Speditionsbranche befindet sich bereits in einem tiefgreifenden Umbruch, in dem digitale Ansätze erfolgreicher werden und sich immer weiter durchsetzen", glaubt Philipp Ortwein, Co-Founder und Managing Director von InstaFreight. Mit dem eingesammelten Kapital wolle man das schnelle Wachstum fortsetzen, die Technologie weiter verbessern und die Services noch mehr Verladern und Frachttransporteuren in ganz Europa zur Verfügung stellen.

„Unsere Frachtführer, die die Shell Tankkarte nutzen, sehen sich von ihren Kunden mit Blick auf digitales Know-how mit steigenden Erwartungen konfrontiert", erläutert Parminder Kohli, General Manager Business Development von Shell Fleet Solutions den Schritt.

Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung von Services

Durch die Partnerschaft mit InstaFreight wolle man den Fuhrunternehmern helfen, mit passendem Geschäft ihre Auslastung zu optimieren, profitabler zu werden und ihnen die Echtzeit-Transparenz bieten, die erwartet wird. Jermaine Saaltink, Venture Principal von Shell Ventures zeigte sich überzeugt vom Management-Team und dem rasanten Wachstum, das die digitale Spedition in kurzer Zeit auf erzielt habe. Die Kooperation solle mehr als ein einmaliges finanzielles Investment sein. Man werde in der Weiterentwicklung von Services eng zusammenarbeiten. Die Partnerschaft eröffne die Möglichkeit, neue Mobilitätslösungen zu entwickeln sowie bestehende Transportlösungen zu erweitern, zu skalieren und das Wachstum bei der Vermittlung von Fracht in internationalen Märkten forcieren, glaubt man bei Shell Ventures.

Die digitale Spedition

InstaFreight sieht sich als digitale Spedition für Straßenfracht in Europa. Das 2016 gegründete Unternehmen beschäftigt den Angaben zufolge mehr als 100 Mitarbeiter europaweit und führt monatlich mehr als 5.000 Transporte durch. In der digitalen Plattform sei der Laderaum von mehr als 10.000 Frachtunternehmen gebündelt, auf den Verlader Zugriff haben.

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