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Intralogistik: Umsatz stagniert – Export wächst

VDMA zeigt sich trotz höherer Erwartungen zufrieden.
Hauptabnehmer deutscher Intralogistiklösungen sind die USA, Frankreich und China. (Grafik: Statistisches Bundesamt/VDMA)
Hauptabnehmer deutscher Intralogistiklösungen sind die USA, Frankreich und China. (Grafik: Statistisches Bundesamt/VDMA)
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Nadine Bradl

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Frankfurt am Main, hat am 24. März 2015 die Zahlen der deutschen Fördertechnik- und Intralogistikanbieter für das vergangene Jahr herausgegeben: Unterm Strich steht allerdings beim Umsatz kein Plus, sondern ein leichtes Minus. Geschätzte 19 Milliarden Euro hat die Branche 2014 erwirtschaftet und damit ein Prozent weniger als im Vorjahr. Für Wilfried Neuhaus-Galladé, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik, blieb der Umsatz damit „leicht hinter den Erwartungen“ zurück. Gemessen an den Rahmenbedingungen könne man aber mit dem Ergebnis in Summe zufrieden sein. Schließlich gelte das Minus auch nicht für alle Teilbranchen in gleichem Maße.

Flurförderzeuge: 3,5 Milliarden Euro Umsatz

Für den Flurförderzeugmarkt beispielsweise war laut VDMA 2014 ein Rekordjahr: Ein Plus von zwölf Prozent bescherte den deutschen Herstellern einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro. Krane und Hebezeuge – die größte Teilbranche – kommen im vergangenen Jahr auf 4,7 Milliarden Euro und damit auf knapp fünf Prozent weniger als 2013. Die deutschen Hersteller von Stetigförderern halten mit minus ein Prozent ihr Vorjahresniveau von etwa 2,9 Milliarden Euro. Im Bereich Serienhebezeuge setzten die Hersteller vergangenes Jahr 2,5 Milliarden Euro um.

Export: Deutsche Pole-Position

Auch der Export hat sich nach rückläufigen Ergebnissen im Jahr 2013 erholt und legte um zwei Prozent zu. Mit einem geschätzten Exportvolumen von 13,2 Milliarden Euro hält Deutschland die Pole-Position im Ländervergleich: Keine andere Nation exportiert mehr Fördertechnik- und Intralogistiklösungen. Hauptabnehmer waren 2014 – wie schon im Vorjahr – die USA, Frankreich und China. Das Exportvolumen in die USA konnte um fünf Prozent auf 1.075 Millionen Euro gesteigert werden. Nach Frankreich wurden Waren im Wert von insgesamt 874 Millionen Euro (plus zwölf Prozent) exportiert. China, 2013 noch rückläufig, hat vergangenes Jahr ebenfalls wieder mehr von deutschen Herstellern abgenommen. Knapp 746 Millionen Euro Exportvolumen und damit ein Prozent mehr ist die Bilanz.

2015: Zwei Prozent Wachstum

Die Prognose für 2015 ist laut VDMA von vielen Faktoren abhängig: Auf der einen Seite können politische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten auf den internationalen Märkten in einigen Bereichen Wachstumsbremsen sein. Auf der anderen Seite sorgen der Ölpreisverfall, ein schwacher Euro sowie Niedrigzinsen aktuell für ein Anziehen der Wirtschaftskonjunktur. Dennoch ist man laut Neuhaus-Galladé „optimistisch, was die Umsatzentwicklung betrifft“. Man gehe von zwei Prozent Wachstum aus.

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