Intralogistik: Siemens denkt den digitalen Zwilling ganzheitlich

Am Stand von Siemens auf der LogiMAT 2022 soll das Messemodell einer „Dynamic Gapper“-Applikation den Nutzen aus der Verbindung von realer und digitaler Welt demonstrieren.

Unter dem Motto „Intelligent intralogistics – experience the flow“ präsentiert Siemens auf der diesjährigen Logimat sein Digital Enterprise Portfolio. (Foto: Siemens)
Unter dem Motto „Intelligent intralogistics – experience the flow“ präsentiert Siemens auf der diesjährigen Logimat sein Digital Enterprise Portfolio. (Foto: Siemens)
Redaktion (allg.)

„Intelligent intralogistics – experience the flow“

Unter diesem Motto will Siemens auf der diesjährigen Intralogistikmesse LogiMAT (31. Mai bis 2. Juni, Stuttgart) demonstrieren, wie mit dem Digital Enterprise Portfolio ein ganzheitlicher digitaler Zwilling entwickelt wird. Das gab das Unternehmen Ende April in einer Pressemitteilung bekannt. Die Simulation anhand eines digitalen Zwillings ermögliche es, Anwendungen und Prozesse in der Intralogistik hocheffizient, flexibel und intelligent zu gestalten, argumentiert der Anbieter. Er will Herausforderungen adressieren, die sich in aus den volatilen Märkten der letzten beiden Jahre sowie dem Erfolg des E-Commerce ergeben haben.

Man demonstriere auf der Logimat anhand einer „Dynamic Gapper“-Applikation, wie ein digitaler Zwilling dazu beitrage, den neuen intralogistischen Anforderungen gerecht zu werden, so Siemens. Bei dieser typischen Intralogistikanwendung werden Firmenangaben zufolge von zwei aufeinandertreffenden Förderbändern Pakete mit unterschiedlicher Größe und Abständen zueinander auf ein gemeinsames Förderband zusammengeführt, definiert vereinzelt und die Abstände zwischen den Paketen reguliert. Der Technologiekonzern will in Stuttgart sowohl die reale Anwendung als auch deren Simulation zeigen: Die präzise Simulation erfolgt demnach, bevor mit der eigentlichen Konstruktion begonnen wird. So kann laut Siemens die Applikation virtuell optimiert und validiert werden, was die Entwicklungs- und Engineering-Zeit für Maschinenbauer um bis zu 35 Prozent verringert.

Logistikzentren schneller in Betrieb nehmen

Betreiber von Logistikzentren können Siemens zufolge ebenfalls vom digitalen Zwilling profitieren, denn mit dessen Hilfe ließen sich Inbetriebnahmezeiten ebenfalls um bis zu 40 Prozent verkürzen. Die gesamte Hardware sowie die Steuerung mit allen Funktionen inklusive Kommunikation, Safety und Webserver können nach Anbieterangaben im Rahmen einer virtuellen Inbetriebnahme simuliert werden. Währenddessen lässt sich demnach die reale Applikation bauen und verkabeln und ist bereit für die eigentliche Inbetriebnahme. Diese bestehe dann hauptsächlich aus dem Laden des Programms in die CPU und der Übertragung der Parameter in die Antriebe, gibt Siemens an.

Die reale Applikation kann nach Anbieterangaben auch im Betrieb weiter optimiert werden. Durch die Anbindung an eine Cloud- oder Edge-Plattform ließen sich während des Betriebs wertvolle Prozessdaten sammeln und analysieren, so Siemens. Das ermögliche den Betreibern von Intralogistikzentren, schnell auf Veränderungen wie beispielsweise ein erhöhtes Liefervolumen reagieren zu können und nachhaltige, flexible und skalierbare Prozesse zu schaffen.

Halle 3, Stand D11

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