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Intralogistik: Siedle ordert AutoStore-Anlage für Furtwangen

Automatisierungslösung soll Prozesse in der Logistik schlanker machen.

Logistik für Gebäudekommunikationstechnik: Dematic automatisiert das Logistikzentrum von Siedle in Furtwangen im Schwarzwald mit einer AutoStore-Anlage. (Foto: Siedle)
Logistik für Gebäudekommunikationstechnik: Dematic automatisiert das Logistikzentrum von Siedle in Furtwangen im Schwarzwald mit einer AutoStore-Anlage. (Foto: Siedle)
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Matthias Pieringer

Die S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke OHG lässt sich in ihrem Logistikzentrum in Furtwangen im Schwarzwald von Dematic eine „AutoStore“ installieren. Die Inbetriebnahme ist für April 2020 geplant.

Der Intralogistikspezialist Dematic automatisiert mit dem AutoStore-System nach eigenen Angaben die Lagerung und Kommissionierung der Produkte und Komponenten, die Siedle entweder direkt an die Kunden im Bereich der Gebäudekommunikationstechnik ausliefert oder in der eigenen Produktion weiterverarbeitet.

12.400 Behälter für Lagerung von Produkten und Komponenten

Platz finden die Artikel in einem Lagerblock, der aus 12.400 Behältern besteht. Auf der Oberfläche fahren sieben Roboter, die automatisch auf jeden beliebigen Behälter zugreifen, wenn die darin enthaltene Ware angefordert wird. Anschließend transportieren sie die Behälter selbstständig zu den Arbeitsstationen, an denen die Artikel gepickt und für die Weiterverarbeitung in der Produktion verteilt oder an den Kunden geliefert werden.

„Durch die kompakte Bauweise müssen wir unser Logistikzentrum nicht erweitern. Vielmehr passt sich AutoStore den baulichen Gegebenheiten vor Ort an“, sagte Richard Rutschmann, Geschäftsführer Technik bei S. Siedle & Söhne. Einen der größten Vorteile des Systems sieht er, wie Dematic mitteilte, in der komprimierten Lagermöglichkeit auf lediglich 480 Quadratmetern. AutoStore ersetzt nach Angaben des Intralogistikanbieters am Standort Furtwangen, wo etwa 80 Prozent der Wertschöpfung des Unternehmens stattfindet, das bisherige automatische Kleinteilelager (AKL). Dieses sei bereits seit mehr als 25 Jahren im Einsatz gewesen. Siedle investiere derzeit umfassend in den Standort.

Erweiterung von sieben auf siebzehn Roboter bereits geplant

Den Angaben zufolge wurden bereits Vorkehrungen getroffen, bei Bedarf kurzfristig zwei weitere Kommissionierports in Betrieb zu nehmen. In der nächsten Ausbaustufe sollen bis 2023 zehn weitere Roboter bei laufendem Betrieb hinzugefügt werden. Steuerung und Bedienung der AutoStore-Anlage erfolgt automatisch über die Lagerverwaltungssoftware „SAP WM“ von Siedle. Um alle Funktionalitäten abzubilden, werde auf der SAP-Template-Lösung von Dematic aufgesetzt, hieß es. Auf diese Weise sollen alle relevanten Daten automatisch in einem System zusammenfließen und einen reibungslosen Betrieb sicher stellen.

Dematic implementiert darüber hinaus noch weitere Software-Funktionen bei Siedle. Denn der Hersteller für Gebäudekommunikation setzt bereits seit einigen Jahren auf Regalbediengeräte und Fördertechnik aus dem Hause Dematic, die bisher von einer nicht SAP-basierten Software gesteuert wurden. Diese werden künftig durch die „Dematic SubSuite“ gelenkt. Dabei handelt es sich um ein von Dematic entwickeltes Template für die Steuerung des Materialflusses, das nach Unternehmensangaben vollständig in SAP WM integriert ist.

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