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Intralogistik: Schwabe investiert bei Schwaben

Drogeriekette Müller beteiligt sich an Peick Maschinenbau.
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Thilo Jörgl

Die Ulmer Drogeriekette Müller Holding Ltd. & Co. KG hat sich als Investor mit 51 Prozent an der Peick Maschinenbau GmbH aus Winnenden beteiligt. Wie die Drogeriekette mitteilt, wurde die Investition schon am 1. Juli getätigt. Das baden-württembergische Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung, Fertigung, Montage und Wartung fördertechnischer Anlagen. Dazu gehören Paletten-, Dolly- und Behälter-Fördertechnik, Regalbediengeräte sowie Sonderaufzüge.

Die Müller-Unternehmensgruppe führt die im Jahre 1995 gegründete Firma unter dem Namen Peick FörderSysteme GmbH fort. 37 Arbeitsplätze an den Standorten Winnenden und Kleinblittersdorf bleiben laut Drogeriekettengründer Erwin Müller erhalten und werden unter der bestehenden Geschäftsführung weitergeführt. Das komplette Peick-Produktprogramm soll fortgeführt und ausgebaut werden.

Hintergrund: Die Drogeriemarktkette arbeitet bereits seit Jahren mit dem Fördertechnikspezialisten zusammen. Wie LOGISTIK HEUTE berichtete, lieferten Peick Maschinenbau und der Siemens-Konzern die Dolly-Fördertechnik für das 2010 neu eröffnete Müller-Zentrallager in Ulm. Bis zu 9.000 Dollys verlassen täglich das 80 Mio. Euro teure Distributionszentrum mit einer Gesamtlagerfläche von 133.000 m². Aufmerksamkeit erregte Erwin Müller in der Logistikszene mit dem Lager, weil er sich gegen eine Silobauweise entschied und 40 Mio. Euro in eine Betonhülle investierte. Erst danach wurden die Intralogistik-Lieferanten ausgewählt. Den Deal kommentierte Erwin Müller mit den Worten: „Durch diese Investition erhält das innovative Unternehmen den finanziellen Impuls, neu entwickelte Produkte schnell und erfolgreich auf den Markt zu positionieren.“

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Handelsunternehmen Geld in einen Intralogistiker investiert. Eine der spektakulärsten Übernahmen ging im März 2012 über die Bühne: Damals schluckte der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon den Intralogistiker Kiva Systems Inc., einen Hersteller von Lagerrobotern. 775 Mio. US-Dollar habe Amazon dafür hingeblättert, berichteten Medien. Wie viel die Drogeriekette Müller bezahlte, gab das Unternehmen nicht bekannt.

Einen ausführlichen Projektbericht über das Müller-Lager in Ulm findet sich unter http://www.logistik-heute.de/Logistik-Magazin-LOGISITK-HEUTE/Artikel/Ma…

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