Intralogistik: Robotik, FTS und Tracking versprechen schnellen Erfolg

Open Industry 4.0 Alliance zeigt drei Handlungsfelder auf, in denen Logistik rasch automatisiert werden kann.

Wer automatisiert kommt besser durch die Krise - sagt die Open Industry 4.0 Alliance und gibt Tipps, wo eine Automatisierung in der Logistik am schnellesten Früchte trägt. (Symbolbild: Chombosan/Fotolia)
Wer automatisiert kommt besser durch die Krise - sagt die Open Industry 4.0 Alliance und gibt Tipps, wo eine Automatisierung in der Logistik am schnellesten Früchte trägt. (Symbolbild: Chombosan/Fotolia)
Sandra Lehmann

Wie die Open Industry 4.0 Alliance, ein Zusammenschluss europäischer Industrieunternehmen, vermeldet, werden die Anforderungen an den Wirtschaftszweig Intralogistik insbesondere in Zeiten der Coronakrise immer höher. Vor allem Unternehmen, die noch nicht in die Automatisierung ihrer Logistikabläufe investiert hätten und vorwiegend manuell abwickeln, sind aus Sicht der Organisation potenziell gefährdet, die Coronapandemie nicht unbeschadet zu überstehen. Damit Logistiker sich besser für zukünftige Herausforderungen aufstellen können, nennt die Open Industry 4.0 Alliance drei Handlungsfelder, auf denen in der Intralogistik rasch Fortschritte in puncto Automatisierung erreicht werden könnten:

  • Im automatischen Kleinteilelager übernehmen Shuttles oder Roboter autonom die Bedienung der Lagerorte und bringen die Behälter zum Kommissionieren an die jeweiligen Stationen.
  • Bei der Wegeoptimierung mit fahrerlosen Transportsystemen gehe der Trend zu Systemen, die völlig selbstständig fahren und dabei kontinuierlich ihre Routen verbessern.
  • Tracking und Tracing mit RFID brächten entscheidende Vorteile bei der Bewegung von Rohstoffen, halbfertigen Fabrikaten und Endprodukten. Da die RFID-Chips beschreibbar sind, wird das Produkt oder Teil selbst zum Träger seiner Historie. Die Integration der Lesegeräte in ein Warehouse Management System (WMS) oder ein Enterprise Resource Planning-System (ERP) ergebe schließlich eine lückenlos nachvollziehbare und automatische Aufzeichnung der Materialbewegungen.

„Damit Prozesse in der Intralogistik effizient und flexibel gestaltet werden können, muss man es schaffen, dass Systeme, Anlagen und Menschen effizient miteinander arbeiten und kommunizieren. In der Arbeitsgruppe Intralogistik der Open Industry 4.0 Alliance arbeiten wir daran, vorhandene Standards dafür weiter zu nutzen und weiter zu entwickeln, damit zwischen all diesen Beteiligten eine einfache Harmonisierung möglich wird“, erläutert Daniela Oppmann, Leiterin Business Development Logistik bei der SALT Solutions AG, einem Mitglied der Open Industry 4.0 Alliance. „Dies eröffnet auch neue Potenziale und Geschäftsmodelle in der Intralogistik und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einem schnelleren Wachstum. Unternehmen bekommen eine deutlich höhere Investitionssicherheit, etwa indem komplexe Schnittstellen einfacher handhabbar werden und ¬¬¬damit unter anderem ein hohes Maß an Flexibilität für die Logistik unterstützt wird.“

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