Intralogistik: Produktionsvolumen deutscher Anbieter wächst 2019 um sieben Prozent

Für 2020 wird mit einem leichten Produktionsrückgang gerechnet.

Stapler und Co.: Das Produktionsvolumen deutscher Intralogistikanbieter ist 2019 im Vorjahresvergleich auf geschätzt 24,7 Milliarden Euro gestiegen. (Foto: Leonid Dorfman/Fotolia)
Stapler und Co.: Das Produktionsvolumen deutscher Intralogistikanbieter ist 2019 im Vorjahresvergleich auf geschätzt 24,7 Milliarden Euro gestiegen. (Foto: Leonid Dorfman/Fotolia)
Matthias Pieringer

Die deutschen Intralogistikanbieter haben das Jahr 2019 mit einem geschätzten Produktionsvolumen von 24,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Dies bedeute ein Plus von sieben Prozent gegenüber 2018, teilte der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik am 5. März in Frankfurt in einer Pressemeldung mit.

Angesichts der globalen Unsicherheiten und Konjunkturschwankungen unterstreiche der gute Geschäftsverlauf 2019 die nach wie vor stabilen Megatrends, insbesondere von E-Commerce und der Globalisierung von Lieferketten, so der Fachverband. Bereits 2018 hätten, wie es weiter hieß, die Hersteller ein starkes Wachstum verzeichnet, das sich bis weit in das Jahr 2019 hinein fortgesetzt habe.

Für 2020 wird mit leichtem Produktionsrückgang gerechnet

„Der Auftragseingang hat in den vergangenen Monaten in Teilbereichen unserer Branche an Dynamik verloren“, sagte Gordon Riske, Vorsitzender des Vorstands der Kion Group AG und Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik. „Deshalb gehen wir für die Gesamtbranche nach den sehr starken Vorjahren für das laufende Jahr von einem leichten Produktionsrückgang von minus 1 Prozent aus. Wichtig ist jedoch: Die mittel- und langfristigen Wachstumstreiber unserer Branche sind und bleiben intakt.“

Deutsche Intralogistikexporte 2019

Im zurückliegenden Jahr 2019 steigerten die deutschen Fördertechnik- und Intralogistikhersteller den Angaben zufolge ihre Ausfuhren um fünf Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. Wichtigster Handelspartner bleiben die USA mit einem Exportvolumen von knapp 1,7 Milliarden Euro. Es folgen Frankreich mit 1,5 Milliarden Euro und die Niederlande mit 819 Millionen Euro. Nach wie vor bleibt der europäische Binnenmarkt wichtigster Abnehmer für deutsche Fördertechnik- und Intralogistiklösungen. Das Ausfuhrvolumen ins europäische Ausland betrug 2019 10,5 Milliarden Euro und damit vier Prozent mehr als 2018.

VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik

Der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik vertritt mehr als 240 deutsche und europäische Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Fahrerlose Transportsysteme, Flurförderzeuge, Krane, Lagertechnik und Stetigförderer.

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