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Intralogistik: Neue Methoden in der Planung

IWL will mehr Virtual Reality und Projektplattformen einsetzen.
Der Vorstandvorsitzende der IWL AG, Ralp Ehmann, auf dem IWL-Abend 2017 in Ulm. (Foto: Dobos)
Der Vorstandvorsitzende der IWL AG, Ralp Ehmann, auf dem IWL-Abend 2017 in Ulm. (Foto: Dobos)
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László Dobos

Die konjunkturellen Aussichten für den Bereich Logistik sind in Deutschland hervorragend. Dies sei für die betroffenen Firmen erfreulich, bedeute aber auch eine große Herausforderung, sagte der Vorstandsvorsitzende der Ulmer IWL AG, Ralph Ehmann, beim IWL-Abend am 22. Juni in Ulm. Firmen aus diesem Bereich müssten schnell und flexibel sein, um diese Herausforderung zu meistern, führte Ehmann weiter aus. Er stellte am Abend hierzu mehrere neue Ansätze von IWL, die für Kunden Logistikanlagen und -prozesse planen, vor.

Die Herausforderungen der guten Konjunktur

Um zu verdeutlichen, welche wirtschaftlichen Potenziale in der Logistik in Deutschland liegen, zitierte Ehmann das Institut für Weltwirtschaft der Uni Kiel. Die dortigen Wissenschaftler haben die konjunkturellen Aussichten für verschiedene Wirtschaftsbereiche in Deutschland untersucht. Den Konjunkturindex für die Gesamtwirtschaft setzten sie bei 100 an und stellten für Logistik einen Wert von 130 fest. Das bedeutet, dass die Zukunftsaussichten der Logistik noch einmal deutlich besser sind als die ohnehin schon ziemlich guten Aussichten in Deutschland. Als wichtigsten Treiber dieser Entwicklung nannte Ehmann den E-Commerce. Um für E-Commerce fit zu sein, müssten Firmen seiner Meinung nach flexible Arbeitssysteme in der Logistik einsetzen, um zum Beispiel Auftragsspitzen im Saisongeschäft abzufedern. Zum anderen müssten sie die Daten und die Prozesse transparent überblicken, um die Logistik dem Bedarf entsprechend zu steuern. Für Ehmann ist dabei die Digitalisierung der wichtigste Lösungsansatz.

Gebündelte Kommunikation

In diesem Kontext stellte er eine neue IWL-Projektplattform zur Kommunikation zwischen dem Kunden und Beratern vor. Statt vereinzelter E-Mails soll die ganze Kommunikation, die für ein Projekt relevant ist, auf einer cloudbasierten Plattform gebündelt werden. Ehmann hofft damit den täglichen E-Mail-Eingang von 50 bis 100 E-Mails pro IWL-Berater deutlich zu reduzieren und so schneller und flexibler zu werden. Eine andere Neuerung ist der Einsatz von agilen Methoden bei der Softwareauswahl für Kunden. Statt in einem langen Prozess mit Pflichtenheft, Lastenheft und Inbetriebnahme Neuerungen einzuführen, sollen schnell Prototypen eingeführt und benutzt werden. Damit sollte der Prozess statt einem Jahr nur noch sechs Monate dauern. Und schließlich sprach Ehmann Virtual Reality an, die IWL ebenfalls verstärkt einsetzen will. Diese sei eine hervorragende Möglichkeit, um neue Arbeitsplätze bezüglich Ergonomie und Leistungsfähigkeit zu testen.

Virtueller Rundgang im neuen Lager

Der IWL-Abend ist die Auftaktveranstaltung für den sogenannten IWL-Tag am 23. Juni, bei dem das Unternehmen aktuelle Themen der Logistik und sich selbst vorstellt. Highlight der diesjährigen Veranstaltung ist ein Virtual-Reality-Rundgang im vom IWL geplanten Zentrallager des Unternehmens NGK Spark Plug Europe GmbH in Ratingen.

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