Intralogistik: Jungheinrich arbeitet am CO2-neutralen Kundendienst

Jungheinrich hat ein Pilotprojekt in Norwegen für einen CO2-neutralen Kundendienst gestartet.

Auf Basis der Klimabilanz des norwegischen Kundendienstes für das Jahr 2020 hat Jungheinrich zusammen mit dem Projektpartner Fokus Zukunft einen Maßnahmenkatalog zur CO2-Reduktion erstellt. (Foto: Jungheinrich)
Auf Basis der Klimabilanz des norwegischen Kundendienstes für das Jahr 2020 hat Jungheinrich zusammen mit dem Projektpartner Fokus Zukunft einen Maßnahmenkatalog zur CO2-Reduktion erstellt. (Foto: Jungheinrich)
Matthias Pieringer

Das Intralogistikunternehmen Jungheinrich hat im Rahmen eines Pilotprojekts in Norwegen damit begonnen, seinen Kundendienst CO2-neutral aufzustellen. Ziel sei es, mittelfristig bis zu 60 Prozent der im Kundendienst anfallenden Emissionen einzusparen und damit einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz und Ressourcenschonung in der Intralogistik zu leisten, ließ Jungheinrich am 19. April gegenüber der Presse verlauten. Die verbleibenden Emissionen werden nach Angaben des Intralogistikunternehmens durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert.

Maßnahmenkatalog zur CO2-Reduktion

Auf Basis der Klimabilanz des norwegischen Kundendienstes für das Jahr 2020 hat Jungheinrich gemeinsam mit dem Projektpartner Fokus Zukunft einen Maßnahmenkatalog zur CO2-Reduktion erarbeitet. Dazu zählt eine dynamische Fahrtroutenplanung basierend auf intelligenter Software. Diese soll die täglichen Einsatzfahrten der in Norwegen eingesetzten Kundendienstfahrzeuge optimieren. Indem das System auf alle Geschehnisse des Tages reagiert und die Planung permanent anpasst, ist laut Jungheinrich gewährleistet, dass Aufträge immer an bestgeeignete Mitarbeitende in der Nähe eines Einsatzortes übermittelt werden. Allein im Großraum Oslo werden nach Jungheinrich-Angaben so jährlich rund 2.800 Fahrkilometer pro Fahrzeug und damit Emissionen in erheblichem Maße eingespart.

Fahrtraining für Kundendienst

In einem besonderen Fahrtraining wurden dem Intralogistikanbieter zufolge alle Kundendiensttechnikerinnen und -techniker darüber hinaus darin geschult, besonders umweltschonend zu fahren. Bis zu 15 Prozent Einsparungen bei Kraftstoff beziehungsweise Antriebsenergie pro Fahrzeug seien das Ergebnis. Gleichzeitig stelle Jungheinrich seine Service-Flotte in Norwegen schrittweise auf vollelektrische Kundendienstfahrzeuge um und arbeite stetig daran, das Gewicht und die Zuladung seiner Kundendienstwagen zu optimieren. 

Wasserkraftprojekt zur Kompensation

Dennoch anfallende unvermeidliche Emissionen kompensiert das Unternehmen durch die Beteiligung an einem nachhaltigen Wasserkraftprojekt. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung und fortschreitenden Umsetzung der Reduktionsmaßnahmen solle, so Jungheinrich, der Anteil bisher unvermeidlicher Emissionen zudem immer weiter sinken. „Nach dem Piloten in Norwegen werden die After Sales Service-Teams in den Niederlanden und in Großbritannien auf einen CO2-neutralen Kundendienst umgestellt. Das Pilotprojekt des nachhaltigen Kundendienstes unterstreicht Jungheinrichs Engagement im Kampf gegen den Klimawandel und stellt einen wichtigen Meilenstein für das Ziel des Konzerns dar, Klimaneutralität zu erreichen“, hieß es weiter.

Weltweit sind insgesamt mehr als 5.700 Jungheinrich-Kundendiensttechniker in 40 Ländern im Einsatz und kümmern sich um den Service rund um die Fahrzeuge, Automatiksysteme und Lagereinrichtungen.

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