Intralogistik: Göpfert verdichtet Lagerplatz mit Klinkhammer

Maschinenbauer hat sein Logistikzentrum um ein automatisches Shuttlelager erweitert.

Maschinenbauer Göpfert setzt am Standort Wiesentheid auf ein Multilevel-Shuttle-Lager von Klinkhammer. (Foto: Klinkhammer)
Maschinenbauer Göpfert setzt am Standort Wiesentheid auf ein Multilevel-Shuttle-Lager von Klinkhammer. (Foto: Klinkhammer)
Sandra Lehmann

Die Göpfert Maschinenbau GmbH, ein Hersteller von Anlagen zur Produktion und Weiterverarbeitung von Wellpappe mit Sitz in Wiesentheid, hat sein Logistikzentrum um ein automatisches Shuttlelager des Anbieters Klinkhammer erweitert. Das gab der Nürnberger Intralogistikspezialist im August in einer Pressemeldung bekannt. Demnach kommt in Wiesentheid ein schienengebundenes Multilevel-Shuttle-Lager des Typs „KlinCAT“ zum Einsatz.

Hybrid zwischen Shuttle und Regalbediengerät

Die Anlage ist nach Anbieterangaben 60 Meter lang und verfügt über drei KlinCAT-Shuttles sowie drei Wartungsbühnen. Jedes Shuttle besitzt laut Hersteller eine Hubfunktion und bedient sieben Behälterebenen. Mit einer Regalhöhe von 7,80 Meter biete das ein-gassige Shuttlelager Platz für 6.720 Behälterstellplätze. Gegenüber klassischen Kleinteilelagern mit Regalbediengeräten habe das Multi-Level-Shuttlesystem eine etwa dreifach höhere Leistung. KlinkCAT – ein Hybrid zwischen Regalbediengerät und Ein-Ebenen-Shuttle – schließe die Lücke, die zwischen der Leistung eines Regalbediengerätes von circa 120 Doppelspielen und der einer klassischen Shuttlelösung von bis zu 1.000 Doppelspielen pro Gasse und Stunde klafft.

Ein Hochleistungsheber fungiert Klinkhammer zufolge als Bindeglied zwischen der Fördertechnik und dem Shuttlelager. Die Ein- und Auslagerbahnen des Shuttlelagers befinden sich auf einer Bühne und verbinden das Lager mit der Bestandsanlage und den drei Kommissionier- und Wareneingangsplätzen. Die Fördertechnik ist schon heute für eine weitere Ausbaustufe mit 800 Ein- und 800 Auslagerungen ausgelegt, heißt es von Seiten des Anbieters.

Flexible Behältereinteilung

Bei der Produktion der Druck-, Rill- und Schneidemaschinen für die Herstellung von Wellpappenverpackungen wird eine Vielzahl von unterschiedlichen Bauteilen benötigt. Ein besonderes Detail bei der automatisierten Lagerhaltung sei deshalb die flexible Behältereinteilung, die gerade bei Kleinteilen wie Schrauben oder bei Halbzeugen Vorteile bringe. Ein Behälter kann je nach Größe der zu lagernden Ware in bis zu 16 verschiedene Fächer aufgeteilt werden. Dadurch werde der verfügbare Lagerplatz verdichtet und die Lagerkapazität vervielfacht. Die genaue Unterteilung der Lagerbehälter wird visuell in der Warehouse Management Software abgebildet und unterstützt Kommissionier bei der Arbeit, so Klinkhammer in der Pressemeldung.

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