Intralogistik: 2021 wieder stärker gefragt

Das Produktionsvolumen der Intralogistikanbieter aus Deutschland ist 2021 gewachsen. Auch für 2022 rechnet der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik mit einer positiven Geschäftsentwicklung.

Für die Intralogistikanbieter aus Deutschland hat sich 2021 als ein starkes Jahr erwiesen. (Symbolbild; Foto: AdobeStock/hacohob)
Für die Intralogistikanbieter aus Deutschland hat sich 2021 als ein starkes Jahr erwiesen. (Symbolbild; Foto: AdobeStock/hacohob)
Matthias Pieringer

Die Fördertechnik- und Intralogistikanbieter aus Deutschland haben das Coronapandemie-Jahr 2021 als starkes Jahr verbucht. Das Produktionsvolumen ist nach Schätzung des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik auf 22,6 Milliarden Euro gestiegen. Dies bedeute ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2020, wie der Verband am 17. Februar der Presse mitteilte.

„Logistik und damit auch Intralogistik hat durch die Corona-Pandemie in vielen Kundenbranchen noch einmal erheblich an Relevanz gewonnen. Lieferengpässe und Materialmangel führen in vielen Bereichen zu veränderten Konzepten in der Bevorratung und Produktionsversorgung. Entsprechend ist die Nachfrage nach Intralogistiklösungen gestiegen“, so Steffen Bersch, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik und CEO der SSI Schäfer Gruppe.

Produktionssteigerung für 2022 erwartet

Der Fachverband rechnet aufgrund der anhaltend guten Auftragslage sowie einem hohen Auftragsbestand aus 2021 auch für 2022 mit einer positiven Geschäftsentwicklung für die Branche und geht von einem Produktionswachstum von acht Prozent aus. Demnach nähern sich die deutschen Anbieter 2022 wieder einem Vor-Pandemie-Niveau an.

Nach den pandemiebedingten Rückgängen der Exporte im Jahr 2020 zeigt die Entwicklung 2021 nach Verbandsangaben auch hier wieder deutlich positive Impulse. „Das Exportniveau, das wir vor Corona hatten, werden wir 2021 noch nicht wieder erreichen. Dennoch freuen wir uns sehr, dass Intralogistik-Investitionen weltweit wieder zunehmen und Projekte umgesetzt werden können“, sagte Sascha Schmel, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik.

EU-Binnenmarkt als wichtigste Säule

Wichtigster Handelspartner für deutsche Intralogistik- und Fördertechnikanbieter bleibt der EU-Binnenmarkt. Hier legten die Exporte bis einschließlich November 2021 um knapp neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Frankreich, die Niederlande und Italien sind die Hauptabnehmer in diesem Zeitraum.

Ein Exportwachstum gab es auch außerhalb der EU in weiteren europäischen Ländern. Allein nach Großbritannien gingen zwischen Januar und November 2021 fast 38 Prozent mehr Exporte. Größter Einzelabnehmer waren den Angaben zufolge nach wie vor die USA. Etwa 37 Prozent Wachstum verzeichneten die deutschen Hersteller hier im Export für den genannten Zeitraum 2021. Ein weiterer leichter Rückgang um knapp zwei Prozent hingegen war nach China zu verzeichnen. Im Länder-Ranking liegt China damit nur noch auf Platz 7 für deutsche Intralogistik-Exporte.

Der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik vertritt mehr als 240 deutsche und europäische Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Fahrerlose Transportsysteme, Flurförderzeuge, Krane und Hebezeuge, Lagertechnik und Stetigförderer.

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