Interview: „Wir wollen den Unterschied machen“

Der KEP-Dienstleister DPD, Teil der französischen Geopost-Gruppe, hat am 10. Oktober ein erweitertes Angebot gelauncht: Der bislang auf den deutschen und europäischen Markt fokussierte Service „DPD Classic“, ist nun für 28 internationale Destinationen verfügbar. LOGISTIK HEUTE hat mit Dr. Andreas Thams, Chief Sales Officer bei DPD Deutschland, über das ausgebaute Angebot gesprochen und durfte einen Blick in die „Produkt-Werkstatt“ des Logistikdienstleisters werfen.

Dr. Andreas Thams, Chief Sales Officer bei DPD Deutschland, hat mit LOGISTIK HEUTE exklusiv über die Ausweitung des Services DPD Classic gesprochen. (Fotos: DPD; Montage: Karl Bartl/HUSS-VERLAG)
Dr. Andreas Thams, Chief Sales Officer bei DPD Deutschland, hat mit LOGISTIK HEUTE exklusiv über die Ausweitung des Services DPD Classic gesprochen. (Fotos: DPD; Montage: Karl Bartl/HUSS-VERLAG)
Sandra Lehmann

LOGISTIK HEUTE: Herr Dr. Thams, was genau dürfen sich Kunden unter der Erweiterung des Produkts „DPD Classic“ auf den internationalen Markt vorstellen?

Dr. Andreas Thams: Mit dem Ausbau von ‚DPD Classic‘ möchten wir sowohl unseren Bestands- als auch potenziellen Kunden eine kostenoptimierte Möglichkeit bieten, interkontinental Pakete zu versenden. Der weltweite Versand ist für DPD-Kunden bereits heute in mehr als 220 Länder möglich, für 28 Destinationen bieten wir nun eine Option, die mit einer längeren Laufzeit, aber geringeren Kosten einhergeht. Das heißt, wir haben nun ein ‚Value für Money‘-Produkt im Portfolio, das dieselben Features für Nachverfolgbarkeit und Services enthält, die auch für den deutschen und europäischen Markt gelten.

Warum haben Sie sich für den Ausbau von „DPD Classic“ entschieden?

Zum einen sehen wir ‚DPD Classic Weltweit‘ als Abrundung unseres bisherigen Produktportfolios und als zusätzliche Option für die Nutzer von ‚DPD Express‘. Zum anderen setzen wir in unserer Unternehmensstrategie ganz klar auf Differenzierung im Markt. Wir möchten unsere USPs künftig noch besser herausstellen und zeigen, wo wir den Unterschied für den Kunden machen. Dazu setzen wir verstärkt auf eine Internationalisierung und entsprechende Partnerschaften. Bei DPD Classic Weltweit arbeiten wir mit Aramax zusammen, einem Logistikdienstleister mit Sitz in Dubai, der wie wir zur Geopost-Gruppe gehört. An wen richtet sich das neue Angebot? An alle Kunden, die bereits ein Grundmaß an internationalem Versand mit uns abwickeln oder die auf der Suche nach Alternativen für diesen Bereich sind. Vor allem, wer Richtung Asien, Afrika und Naher Osten Wachstumsimpulse setzen möchte, sollte einen Blick auf das Angebot werfen.

Warum steht die Weiterentwicklung des internationalen Versands für Sie aktuell im Mittelpunkt?

Wir haben uns aus unserer Sicht von einem rein deutschen KEP-Dienstleister zu einem internationalen Logistikanbieter weiterentwickelt. Das ist insbesondere unserem Mutterunternehmen, der Geopost-Gruppe, zu verdanken. Damit verfügen wir bereits heute über eine Angebotsbreite im internationalen Bereich, die sich sehen lassen kann. Wir haben beispielweise ein äußerst leistungsstarkes Straßennetz für Europa. Es macht also Sinn, hier weiter auszubauen. Zudem wachsen, außer in Deutschland, in Europa wieder die Volkswirtschaften. Von diesem Wachstum möchten wir mit einem international ausgerichteten Angebot profitieren. Aktuelle Studien zeigen außerdem, dass der internationale Paketversand aus Deutschland heraus in den kommenden Jahren ansteigen wird. Dafür möchten wir passende Möglichkeiten schaffen und setzen deshalb hier den Fokus.

Sie betonen bei Ihren Produkten die Zentrierung auf Kundenwünsche. Was wollen Kunden denn aus Ihrer Sicht?

Kunden wünschen sich in erster Linie, dass wir das erfüllen, was wir ihnen zugesagt haben. Und sollte mal etwas nicht so klappen, dann wird erwartet, dass es eine schnelle und reibungslose Klärung gibt. Das sind aus meiner Sicht die Basics, um die es auch in den kommenden Jahren gehen wird. Hinzu kommt, dass sich Kunden ein deutlich höheres Maß an Digitalisierung wünschen, weil das für sie bessere Planbarkeit bedeutet – sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich. Beide profitieren von digitalen Tools auch in Sachen Nachhaltigkeit, weil durch optimierte Planung der CO2-Fußabdruck auf Versenderseite reduziert werden kann.

Das Gespräch führte Sandra Lehmann.