Interview: „Wir sind die neue Dating-Plattform für Ideen und Kunden“

Christian Schewtschenko von Nokia Solutions and Networks erklärt im Gespräch mit LOGISTIK HEUTE, warum er sich als Dating-Doctor sieht.

Was das Future Eye ist und wie es das Konzept ins Finale des Supply Chain Management Awards geschafft hat, darüber sprach Nokia-Experte Christian Schewtschenko mit LOGISTIK HEUTE. (Foto: EUROEXPO)
Was das Future Eye ist und wie es das Konzept ins Finale des Supply Chain Management Awards geschafft hat, darüber sprach Nokia-Experte Christian Schewtschenko mit LOGISTIK HEUTE. (Foto: EUROEXPO)
Melanie Endres

Das „Future Eye“ ist ein Logistik-Netzwerk von Nokia Solutions and Networks, das Christian Schewtschenko als Head of Operations Strategy mit entwickelt hat. Das Konzept schaffte es in das Finale des Supply Chain Management Awards 2019. Während des Wettbewerbs hat Schewtschenko vor allem gelernt, dass das Thema Digitalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnt, wie er im Interview mit LOGISITK HEUTE betont:

„Vor zwei, drei Jahren war das noch sehr visionär und wurde eher als Idee bezeichnet. Heute gehört es für uns zu den wichtigsten Kernthesen.“

Bei dem Conscious Supply Network „Future Eye“ geht es um eine Plattform, die allen Prozessen erlaubt, in Echtzeit auf Daten zuzugreifen. Dabei handelt es sich nicht nur um eine neue Technologie, sondern vor allem darum, Ideen mit Kunden zusammen zu bringen:

„Neue Technologien machen vielleicht zehn Prozent meiner Arbeit aus. Den Rest verbringe ich damit, Leute zu verknüpfen und Plattformen zu schaffen. Wir sind sozusagen die neuen „Dating Doctors“. Mit dem Unterschied, dass wir auf unseren „Dating-Plattformen“ Ideen mit den Kunden zusammenbringen.“

Das wichtigste bei dem Projekt sind für Schewtschenko die Mitarbeiter. Damit diese auf dem neuen Weg dabei sind, muss eine kollaborative Atmosphäre geschaffen werden.

„Innovativ zu sein heißt Wissen umzusetzen. Und auch mal einen komplett anderen Weg einzuschlagen. Dazu müssen Sie ein entsprechendes Umfeld schaffen. Leute sollen experimentieren und ausprobieren. Innovationen und Ideen müssen geteilt werden. Die besten Konzepte entstehen, weil man Ideen miteinander vernetzt. Das Stichwort heißt: eine kollaborative Atmosphäre schaffen, dass sich die Leute, die innovativ sein wollen, treffen und austauschen können. Innovative Mitarbeiter gehören definitiv zur Fabrik von morgen. Deswegen ist eine digitale Produktionsstätte auch nicht mit einer innovativen Fabrik gleichzusetzen.“

Wie die Reise für das Conscious Supply Network weitergeht und wie es Nokia Solutions and Networks gelungen ist, die Mitarbeiter auf diese Reise mitzunehmen, können Sie im Interview mit Christian Schewtschenko in der Ausgabe 3/2020 von LOGISTIK HEUTE nachlesen, die am 25. März erschienen ist.

Und auch im Jahr 2020 können sich Unternehmen für die Supply Chain Awards den Supply Chain Management Award und den Smart Solution Award  bewerben. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 1. Juli. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.exchainge.de/exchainge/award. Vergeben werden die Awards auch 2020 auf der Supply Chain-Konferenz EXCHAiNGE, die im Rahmen der Hypermotion in Frankfurt am Main am 10. und 11. November 2020 stattfindet.

In Zeiten der Coronavirus-Krise

Sehr gerne hätte LOGISTIK HEUTE vom 10. bis 12. März über das Geschehen auf der LogiMAT 2020 in Stuttgart berichtet. Doch am 4. März wurde die 18. Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement aufgrund einer behördlichen Anordnung im Zuge der Coronavirus-Krise abgesagt.

Was sich Aussteller der Leistungsschau einfallen ließen, um trotzdem ihre neuen Produkte und Services ins Rampenlicht zu stellen, erfahren Sie in unserem Report ab Seite 42.

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