Interview: „Unsere Wertschöpfungskette soll bis 2040 klimaneutral sein“

Arjen van der Woude, Global Director Strategic Supply Chain beim Bierhersteller Heineken, spricht im Interview mit LOGISTIK HEUTE über die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und die Partnerschaft mit Einride.

Arjen van der Woude hat mit LOGISTIK HEUTE über Nachhaltigkeit, Elektromobilität und Digitalisierung gesprochen. (Foto: Heineken)
Arjen van der Woude hat mit LOGISTIK HEUTE über Nachhaltigkeit, Elektromobilität und Digitalisierung gesprochen. (Foto: Heineken)
Sandra Lehmann

Der Brauereikonzern Heineken hat ambitionierte Ziele, wenn es um die eigenen Nachhaltigkeitsbemühungen geht.

„Wir haben das Thema Nachhaltigkeit bereits seit etlichen Jahren auf der Agenda und gehen es unternehmensübergreifend an. Im Rahmen unserer globalen Strategie „Evergreen“, die wir 2021 ins Leben gerufen haben, möchten wir gemeinsam nach Wegen suchen, um als Unternehmen auf nachhaltige Weise Wachstum zu generieren“, erläutert Arjen van der Woude, Global Director Strategic Supply Chain bei Heineken, im exklusiven Gespräch mit LOGISTIK HEUTE. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 bei Scope 1 und 2 – also den Emissionen aus unserem eigenen Betrieb – Netto-Null zu erreichen. Bis 2040 wollen wir in Scope 3, das heißt in unserer gesamten Lieferkette, den Netto-Null-Status erreichen. Wir arbeiten daran, Nachhaltigkeit auf allen Hierarchieebenen zu integrieren“, so van der Woude weiter.

Um dieses Ziel zu erreichen kooperiert der Bierhersteller unter anderem mit dem Frachttechnologieanbieter Einride. Durch den Einsatz von Elektro-Lkw, die mit erneuerbarem Strom betrieben werden, sollen auf der Route zwischen der Heineken-Brauerei in Den Bosch in den Niederlanden und dem Zentrallager in Duisburg künftig 930 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden.

„Auch hier spielt wieder unser Wunsch nach Dekarbonisierung in Scope 3 eine Rolle. Mit Einride können wir erste Schritte machen, um Schwerlasttransporte auch auf längeren Strecken mit elektrischen Antrieben sowie mit Strom aus erneuerbaren Energien durchzuführen und auf diese Weise CO2 zu reduzieren. Das bringt uns unserem Ziel für 2040 bereits heute ein Stück näher. Außerdem fungiert der Anbieter in unserer Partnerschaft auch als Integrator. Er stellt nicht nur die Elektro-Lkw, sondern kümmert sich auch um den Aufbau der Ladeinfrastruktur und bietet uns ein KI-gesteuertes Betriebssystem“, erklärt van der Woude.

Welche Ziele sich das Unternehmen in Sachen Elektromobilität noch gesetzt hat, wie der Konzern das Thema Wasserstoff als alternativer Antrieb einschätzt und welche Schritte Heineken in Richtung Digitalisierung unternimmt, lesen Sie im kompletten Interview, das in der Ausgabe 5/2024 von LOGISTIK HEUTE am 17. Mai erschienen ist.

Was das Recht auf Reparatur bringt

Es war ein deutliches Ergebnis. Mit 548 zu drei Stimmen bei 14 Enthaltungen hat das EU-Parlament im April die Richtlinie über das sogenannte Recht auf Reparatur angenommen. Das Recht auf Reparatur zielt darauf ab, Abfälle zu verringern und die Reparaturbranche zu stärken, indem das Instandsetzen von Geräten einfacher und kostengünstiger wird.