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Interview: „Kritischer als das Datensilo ist die Orientierung daran“

Wie er in einer traditionsreichen Kaffeerösterei Datensilos den Kampf ansagte, erklärt Tim Albrecht, Leiter Supply Chain Management bei der J.J. Darboven, im Gespräch mit LOGISTIK HEUTE.

Tim Albrecht, Leiter Supply Chain Management bei J.J. Darboven. (Foto: J.J. Darboven)
Tim Albrecht, Leiter Supply Chain Management bei J.J. Darboven. (Foto: J.J. Darboven)
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Therese Meitinger

Das 1866 gegründete Hamburger Unternehmen J.J. Darboven steht für Tradition in der Kaffeerösterei. Mittlerweile ist es mit mehreren Röstereien und Tochtergesellschaften in zehn europäischen Ländern aktiv. Für das zentrale Supply Chain Management-Team am Stammsitz gilt es also, nicht nur ein Lager und eine Produktion im Blick zu behalten, sondern die Verfügbarkeit der Waren im gesamten Netzwerk zu steuern.

„Wenn wir uns nicht gut abstimmen und Informationen zu verpassen, wird auch die Planungssicherheit wackeln“, sagt Tim Albrecht, Leiter SCM bei J.J. Darboven. Doch bei einer Vielzahl von Einheiten und Abteilungen droht die Bildung monolithischer Datensilos. Dabei liegt in der digitalen Seite des Silos nicht unbedingt die größte Herausforderung.

Lauter kleine Königreiche

„Das Problem der Silos geht über die reinen Daten weit hinaus“, so Tim Albrecht. „Viel kritischer ist, wenn das Denken und Handeln an diesen Silos ausgerichtet wird und sich lauter kleine Königreiche von Abteilungen bilden.“ Die Lösung des Problems sieht Albrecht in einer strengen Prozessorientierung: Je mehr man die Arbeitsaufteilung an Prozessen ausrichte, desto geringer sei die Gefahr, an unnötigen Schnittstellen Informationen zu verlieren.

Auf die bessere Abstimmung sollen auch die IT-Lösungen für Bestandsoptimierung und Absatz-Planung einzahlen, die bei J.J. Darboven in Zusammenarbeit mit dem Aachener Softwareanbieter Inform entwickelte. Auch hier sieht Tim Albrecht die Komplexität nicht nur auf der datenintensiven IT-Seite, sondern vielmehr in einem umfassenden Change Management:

„Die Einführung solcher Systeme bringt mich als Unternehmen nur weiter, wenn ich auch die Prozesse anpacke und Silostrukturen aufbreche. Das wiederum kann eine massive Umstellung für die Mitarbeiter bedeuten. Daher liegen die Meilensteine darin, im Zuge eines wirklich guten Change Managements die beteiligten Mitarbeitenden auf dem Weg mitzunehmen und einzubinden.“

Mehr über die Auflösung der Datensilos bei J.J. Darboven und wie Mitarbeiter sich dabei ins Boot holen lassen, lesen Sie in dem kompletten Interview, das in der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 12/2019, die am 13. Dezember 2019 erschienen ist.

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