Interview: Durch Umverteilung der Lebensmittelverschwendung in der Lieferkette entgegenwirken

Alexander Piutti, Gründer und CEO von SPRK.global, erklärt im Interview mit LOGISTIK HEUTE, wie das Start-up mit Lebensmittelüberschüssen aus der Lieferkette arbeitet und welche Rolle KI dabei spielt.

Alexander Piutti, Gründer und CEO des Impact-Start-ups SPRK.global aus Berlin: Start-ups mit Impact-Hintergrund möchten die Welt besser machen. SPRK.global hat das Ziel Ressourcen zu schonen und setzt sich gegen die Lebensmittelverschwendung in der Supply Chain ein. (Bild: Annette Riedl)
Alexander Piutti, Gründer und CEO des Impact-Start-ups SPRK.global aus Berlin: Start-ups mit Impact-Hintergrund möchten die Welt besser machen. SPRK.global hat das Ziel Ressourcen zu schonen und setzt sich gegen die Lebensmittelverschwendung in der Supply Chain ein. (Bild: Annette Riedl)
Redaktion (allg.)

Täglich fallen im Lebensmittelbereich große Mengen von überschüssigen, jedoch bestens genießbaren Waren an. Meist am Anfang und in der Mitte der Lieferkette. Wie das Berliner Impact-Start-up SPRK.global GmbH (SPRK) an diesem Punkt eingreift und durch bedarfsgerechte Umverteilung der überschüssigen Lebensmittel nachhaltig arbeitet, erläutert CEO Alexander Piutti im Interview mit LOGISTIK HEUTE.

„In der Lieferkette gibt es so viel Überschuss, der sich in Lebensmittelverschwendung übersetzt, weil es oft schnell gehen muss und alternative Abnehmer fehlen. Das ist ein Riesenproblem, auch im Klimakontext“, so Piutti gegenüber LOGISTIK HEUTE.

Auch zum Beispiel die Verarbeiter profitieren durch das Konzept von SPRK, denn sie haben die Möglichkeit, durch den Einkauf von überschüssigen Lebensmitteln Einkaufskosten zu sparen. Über die eigens aufgebaute Distributionsplattform ermöglicht das Start-up ein sogenanntes „Matchmaking“, um die angefallene Überschussware den optimalen Industrieabnehmern, wie dem Business Caterer Eurest Deutschland, zuzuordnen.

„Es ist eine Fleißarbeit, auf die wir uns gerne einlassen, mit allen anderen Anforderungen – natürlich auch, was etwa Zertifikate betrifft. Schließlich geht es um Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit“, berichtet SPRK-CEO Piutti über die Arbeit des Impact-Start-ups.

Durch den Einsatz von KI sollen wichtige Vorhersagen bezüglich anfallender Überproduktionen getroffen werden können. Mit welchen Maßnahmen SPRK der Lebensmittelverschwendung noch entgegenwirken möchte und welchen Stellenwert Partnerschaften mit Unternehmen aus der Supply Chain dabei haben, lesen Sie im kompletten Interview, das in LOGISTIK HEUTE 5/2022 erschienen ist.

Eine Frage der Ressourcen

Würde man die Ressourcen unseres Planeten zu gleichen Anteilen auf alle Länder gemäß ihrer Einwohnerzahl verteilen, hätte Deutschland bereits Anfang Mai seinen Anteil aufgebraucht. Der sogenannte „Earth Overshoot Day“, der Erdüberlastungstag, fiel für die Bundesrepublik laut dem Global Footprint Network nämlich auf den 4. Mai 2022. Seitdem leben wir bildlich gesprochen auf Kosten anderer Nationen oder künftiger Generationen. Oder anders gesagt: Für unseren Lebensstil reicht eine Erde gar nicht.