Interview: Die völlige Veränderung der Logistikwelt

Der Baustoffhersteller Knauf Gips setzt auf standardisierte, elektronische Prozesse.
Kurt Münk leitet das Frachtmanagement bei Knauf Gips. Im Gespräch mit LOGISTIK HEUTE berichtet er über seine Zukunftsvisionen. (Foto: Münk)
Kurt Münk leitet das Frachtmanagement bei Knauf Gips. Im Gespräch mit LOGISTIK HEUTE berichtet er über seine Zukunftsvisionen. (Foto: Münk)
Nadine Bradl

Die Welt verändert sich und mit ihr natürlich auch die Welt der Logistik. Bei der Knauf Gips KG hat man das schon früh erkannt und unter anderem auf standardisierte, elektronische Prozesse gesetzt. Kurt Münk, Leiter Frachtmanagement, berichtet im Interview mit LOGISTIK HEUTE: "Als wir uns im Jahr 2000 mit der Planung für die Jahre bis 2010 beschäftigten und auf den Tisch legten, was auf uns zukommt – wie etwa die Einführung der Autobahnmaut oder die Dieselpreisentwicklung Anfang der 2000er – da war uns schnell klar, dass die trivialen Prozesse innerhalb einer Supply Chain elektronisch gestaltet werden müssen."

Standardisiert und trotzdem flexibel

Zum Einsatz komme unter anderen ein Transportvergabe-Tool der Transporeon GmbH, Ulm, weil "wir genau das vorfanden, was wir wollten: die trivialen Prozesse elektronisch in einer für jeden verständlichen Sprache darstellen zu können". Damit sei auch Raum für die zehn Prozent Individualprozesse geschaffen worden, für die Knauf Gips bekannt sei.

Umgestaltung der Logistik

Doch trotz aller Vorbereitung auf die Zukunft, für Münk ist klar, die Logistikwelt wird sich in den nächsten zehn Jahren noch stark verändern: Themen seien etwa Urbanisierung, Zuzug in die Großstädte, Veränderung der Stadtstrukturen, größere und schneller wachsende Metropolen. "Ich glaube, dass wir in den nächsten zehn Jahren eine völlige Umgestaltung der Logistik erleben werden – insbesondere durch die Digitalisierung der Prozesse. Das wird ein ganz spannendes Thema", sagt Münk.

Plaketten, Fahrverbote, Platooning

Dazu komme beispielsweise das Thema Stadtentwicklung, das große Herausforderungen mit sich bringen wird. "Wir werden es mehr denn je mit Plaketten zu tun haben. Außerdem werden wir Fahrverbote haben. Wir werden zudem auf bestimmten Strecken autonom fahren und auch Beispiele für Platooning erleben", prognostiziert der Leiter des Frachtmanagements. Eine Frage werde seiner Meinung nach dabei besonders spannend: "Was ist mit dem, der die Letzte Meile fährt – dem Fahrer?"

Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe LOGISTIK HEUTE 6/2016, die am 15. Juni erschienen ist.

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