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Interview: 5G-Experimentierfeld im Livebetrieb

Wie 5G-Technologie die Fertigung in der E-Mobilität vereinfachen soll, darüber hat LOGISTIK HEUTE mit Dr. Bastian Lüdtke von e.GO Mobile gesprochen. Als Head of Operations in Werk 1 am Standort Aachen leitet er die erste 5G-Fabrik in Deutschland.

Im Gespräch mit LOGISTIK HEUTE gewährte Dr. Bastian Lüdtke, Head of Operations in Werk 1 am Aachener Standort von e.GO Mobile, Einblicke in den Betrieb der ersten deutschen 5G-Fabrik. (Foto: e.GO Mobile)
Im Gespräch mit LOGISTIK HEUTE gewährte Dr. Bastian Lüdtke, Head of Operations in Werk 1 am Aachener Standort von e.GO Mobile, Einblicke in den Betrieb der ersten deutschen 5G-Fabrik. (Foto: e.GO Mobile)
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Therese Meitinger

„In manchen Punkten sind wir wohl flexibler und unkomplizierter“, antwortet Dr. Bastian Lüdtke gegenüber LOGISTIK HEUTE auf die Frage, warum nicht große Autohersteller die erste 5G-Fabrik in Deutschland an den Start gebracht haben, sondern das kleine, als Start-up begonnene e.GO Mobile aus Aachen. „Mit den drei bis fünf Fahrzeugen, die wir derzeit pro Tag fertigen, ist unsere Produktion überschaubar. Da ist es noch möglich, Tests zu machen und auszuprobieren.“

Seit Mitte Juni 2019 ersetzt der Elektromobilitätsanbieter in der Fertigung des Kleinwagens „e.GO Life“ am Aachener Standorts Rothe Erde das bestehende WLAN- nach und nach durch ein 5G-Netz. Im „Testbetrieb im Livemodus“, den e.GO Mobile zusammen mit Vodafone und Ericsson durchführt, sollen Vorteile aus dem neuen Mobilfunkstandard ausprobiert und genutzt werden. Vor allem von der durch geringe Latenz und hohe Datenübertragungsraten bedingten Echtzeitfähigkeit von 5G verspricht sich das Unternehmen einiges: Live-Daten von Bauteilen wie Zulieferern sollen tiefere Einblicke in Prozesse geben – und die effektive Nutzung von Fahrerlosen Transportsystemen ermöglichen.

„Statt einer Hängebahn nutzen wir ein Fahrerloses Transportsystem mit autonomen Fahrzeugen, das über das 5G-Netz angebunden ist“, erläutert Lüdtke. „Das FTS funktioniert wie ein Skateboard, auf dem die Karosserie steht; das fährt nun die einzelnen Arbeitsstationen ab. Anders als bei einer Hängebahn lässt sich die Route in einem Transportsystem nachträglich leicht ändern. Man muss ihm nur eine neue Fahrspur mitteilen.“ Wenn dies dank 5G in Echtzeit möglich ist – umso besser.

Mehr über die Technologie und den „Testbetrieb im Livemodus“ in Aachen lesen Sie in dem kompletten Interview, das in der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 10/2019 am 11. Oktober erschienen ist.

Die Zwillinge kommen

Hätten Sie manchmal auch gerne einen Doppelgänger, der Ihnen Unangenehmes wie den Besuch beim Zahnarzt oder das Warten im Stau abnimmt? Ich muss Sie leider enttäuschen, dieser Wunsch bleibt weiterhin Science-Fiction. Bei digitalen Zwillingen in der Logistik sieht die Sache anders aus. Sie sind bereits im Einsatz. Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines physischen Objekts.

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