interpack 2023: Verpackungsmesse öffnet für Besucher

Im Fokus der Leistungsschau stehen die Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Die interpack 2023 bietet vom 4. bis 10. Mai auf dem Messegelände in Düsseldorf Neuheiten aus der Verpackungsbranche. (Foto: Sandra Lehmann)
Die interpack 2023 bietet vom 4. bis 10. Mai auf dem Messegelände in Düsseldorf Neuheiten aus der Verpackungsbranche. (Foto: Sandra Lehmann)
Sandra Lehmann

Am 4. Mai um 10:00 Uhr haben sich die Pforten der internationalen Verpackungsmesse interpack auf dem Messegelände in Düsseldorf für Besucher aus aller Welt geöffnet. Noch bis einschließlich 10. Mai können sich Interessierte in insgesamt 18 Hallen über Neuheiten aus den Bereichen Verpackung, Verpackungsmaschinen und Processing informieren. Nach Angaben des Veranstalters, der Messe Düsseldorf, nehmen in diesem Jahr 2.700 Aussteller aus allen fünf Kontinenten an der Leistungsschau teil. Für gewöhnlich findet die interpack in einem Turnus von drei Jahren statt. Aufgrund der Coronapandemie ging die letzte interpack allerdings bereits 2017 über die Bühne.

Dementsprechend groß ist die Vorfreude seitens der Messegesellschaft.

„Wir sind bereit“, sagte Thomas Dohse, Director der interpack, im Vorfeld der Messe. „Alle unsere Aussteller und Partner sind startklar und wir freuen uns darauf, der Branche wieder eine großartige Messe zu bieten.“

Nach sechs Jahren Pause sind laut dem Veranstalter zahlreiche Neuheiten für alle Anwenderbereiche zu sehen: Nahrungsmittel, Getränke, Süß- und Backwaren, Pharma, Kosmetik, Non-Food und Industriegüter. Denn Anforderungen und Rahmenbedingungen würden sich stetig verändern, digitale Technologien und nachhaltige Produkte und Prozesse stünden im Fokus.

„Wir merken sehr deutlich die große Entschlossenheit der Industrie, diesen Transformationsprozess aktiv zu gestalten“, so Dohse weiter.

Dementsprechend sei die Messe insbesondere durch die Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung geprägt. Aber auch gesellschaftliche und politische Veränderungen sowie ökonomische Herausforderungen spiegeln sich der Messe Düsseldorf zufolge im Portfolio der Leistungsschau.

Ein Top-Thema sei etwa die Kreislaufwirtschaft, die auf Wiederverwendung und Rückgewinnung von Rohstoffen abzielt. In Zeiten des Klimawandels gehe es darum, so wenig nicht verwertbaren Abfall wie möglich zu produzieren. Hand in Hand gehe damit die Notwenigkeit zur Schonung von Ressourcen. So werden auf der interpack nachhaltige Verarbeitungs- und Verpackungslösungen sowie digitale Services vorgestellt, die helfen sollen, Produktionsprozesse effizient und nachhaltig zu gestalten. Laut Veranstalter steht etwa die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Verpackungen in der gesamten Wertschöpfungskette im Fokus, die Verbesserung der Energieeffizienz oder die zunehmende Bedeutung von wiederverwendbaren Materialien, was der Industrie dabei helfen wird, Ressourcen optimal zu nutzen.

Digitale Innovationen

Über den Megatrend Digitalisierung informiert laut der Messegesellschaft zum Beispiel das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in der VDMA Technologie Lounge in Halle 4. Und auch über Technologien wie Holy Grail 2.0, RFID, NFC oder Augmented Reality könnten sich Besucher im Rahmen der Messe informieren.

Das vierte Hot-Topic der interpack ist nach Veranstalterangaben die Produktsicherheit, eine der Kernaufgaben der Verpackung. Schon heute leiste die Branche einen wichtigen Beitrag, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Digitale Technologien seien diesbezüglich ein wichtiger Schlüssel.

Frauenförderung in der Verpackungsindustrie

Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch Specials wie das Vortragsforum „Spotlight talks & trends“ mit sieben Thementagen, die interpack Start-up Zone, den Gemeinschaftsstand Co-Packing, mehrere Preisverleihungen, die „SAVE FOOD Highlight-Route“ mit neuen Ansätzen im Kampf gegen den weltweiten Verlust und die Verschwendung von Nahrungsmitteln, die Förderung von Frauen bei „Women in Packaging“ sowie das „Tightly Packed TV-Studio“.