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Insolvenz: Regallücken bei Schlecker

Unilever stellt Lieferungen an insolvente Drogeriemarktkette ein.
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Redaktion (allg.)

Die Hamburger Unilever Deutschland Holding GmbH liefert derzeit keine Waren mehr an die Firma Anton Schlecker mit Sitz in Ehingen. Das berichtet „Spiegel Online“. Erst vor wenigen Tagen hatte die Drogeriemarktkette eine Planinsolvenz angemeldet. Hintergrund soll eine fehlende Zwischenfinanzierung für den Offenburger Einkaufsverbund Markant Deutschland GmbH gewesen sein. Nun drohen Lücken in den Regalen. Laut dem Spiegel-Bericht will Unilever erst dann wieder Waschmittel, Cremes und Shampoos zu Schlecker-Märkten fahren, wenn der Insolvenzverwalter die Zahlung der Ware sicherstellen kann.

Andere Lieferanten von Konsumgütern, darunter Konzerne wie Henkel, Beiersdorf oder Procter & Gamble, aber auch viele Mittelständler, halten sich laut dem Artikel bislang noch mit Aussagen über ihre Warenlieferungen zurück. Ein ehemaliger Schlecker-Berater sagte jedoch gegenüber Spiegel Online, dass die Zusammenarbeit schon seit Monaten problematisch sei.

Zwar sichern sich die Hersteller in der Regel mit Kreditversicherungen gegen Zahlungsausfälle ihrer Handelspartner ab. Diese decken aber nur Forderungen aus der Zeit vor dem Insolvenzantrag ab. Nicht nur deshalb hoffen die Lieferanten nun, dass Schlecker überlebt. Laut dem Artikel fürchten sie im Falle einer Schlecker-Pleite ein Duopol der Konkurrenten Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel, und der Karlsruher dm-drogerie markt GmbH + Co. KG auf dem deutschen Markt mit entsprechendem Einfluss auf Preise und Konditionen.

(akw)
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