Matthias Pieringer

Der Geschäftsbetrieb des E-Commerce- und Fashion-Logistikdienstleisters Netrada Europe GmbH, Garbsen, „geht nach der Insolvenzanmeldung ohne Einschränkungen weiter“, teilte das Unternehmen am 11. Oktober mit. Nachdem am 9. Oktober die Netrada Holding Insolvenz angemeldet hatte, musste am 11. Oktober auch die operative Tochter Netrada Europe GmbH diesen Schritt gehen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Rainer Eckert von der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte will das Unternehmen fortführen und sanieren. Die Insolvenzanmeldung der operativen Gesellschaft Netrada Europe GmbH habe keinen Einfluss auf das laufende Geschäft, sagte Eckert. „Sämtliche Online-Shops bleiben wie gewohnt geöffnet, alle Bestellungen werden weiter pünktlich und zuverlässig ausgeliefert.“

Vor allem sollen auch die Arbeiten am neuen Netrada-Logistikzentrum am Kronsberg weitergehen. Die Löhne und Gehälter der rund 2.200 Mitarbeiter sind den Angaben zufolge über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Wie die Hannoversche Allgemeine online berichtete, sei nach Angaben von Eckert der Wachstumskurs der jüngeren Vergangenheit, für den die Kapitalausstattung nicht ausgereicht habe, ausschlaggebend für die finanzielle Schieflage bei Netrada. „Gemeint sind damit vor allem der Bau des Logistikzentrums am Kronsberg in Hannover für 50 Millionen Euro im ersten Bauabschnitt sowie weitere Investitionen am Standort Langenhagen“, schreibt die Zeitung.

Der E-Commerce- und Logistikdienstleister Netrada betreibt über 80 Online-Shops bekannter Modemarken und organisiert weltweit den Versand und die Auslieferung der Ware.

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