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Insolvenz: KNV will Zustellung komplett an Transportdienstleister vergeben

Externe Dienstleister erledigen bereits heute 90 Prozent der Touren.

Buchgroßhändler KNV befindet sich derzeit im Insolvenzverfahren. (Foto: klaiority, Fotolia)
Buchgroßhändler KNV befindet sich derzeit im Insolvenzverfahren. (Foto: klaiority, Fotolia)
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Therese Meitinger

Der Buchgroßhändler Koch, Neff und Volckmar (KNV) hat im Rahmen seines Insolvenzverfahrens am 13. Mai angekündigt, künftig die Zustellung an seine Kunden komplett auf Transportdienstleister umzustellen. Ziel der neuen Transportorganisation sei es, ineffiziente Doppelstrukturen abzubauen. Statt weiterhin noch eigene Fahrer einzusetzen, sollen künftig nur noch externe Dienstleister beauftragt werden, die bereits heute über 90 Prozent der Touren erbringen, so das Unternehmen.

Die ausschließliche Nutzung einer reinen Dienstleisterstruktur, wie das bei vergleichbaren Transportnetzwerken üblich ist, erhöhe die Flexibilität und ermögliche ein einheitlicheres sowie effizienteres Transportnetzwerk mit einer verbesserten Kostenstruktur, begründete KNV das Vorgehen. Damit könne die Wettbewerbsfähigkeit des Transportbereichs der KNV-Gruppe langfristig abgesichert werden.

54 Stellen sollen abgebaut werden

Eine neue Organisation von Touren und eine Anpassung der Struktur des Transportbereichs von KNV sei endgültig erforderlich geworden, nachdem der Mitbewerber Umbreit vor Kurzem die gemeinsame Transportkooperation per Ende April 2019 aufgekündigt hatte. KNV gab an, die Strukturänderung ziehe einen Personalabbau nach sich, der 54 Mitarbeiter betreffen werde.

Der Insolvenzverwalter Tobias Wahl und die Geschäftsleitung haben nach Unternehmensangaben mit dem Betriebsrat Gespräche über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufgenommen. Zudem will KNV die vom Personalabbau betroffenen Mitarbeiter bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen.

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