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Infrastruktur: Schon einmal auf Plastik gefahren?

Niederländisches Unternehmen will Straßen aus recyceltem Plastikabfall bauen.
So soll die Plastic Road aussehen: Oben fahren Autos und Fahrräder auf 100 Prozent recyceltem Plastik, unten verlaufen Rohre und Kabel. (Grafik: Volker Wessels)
So soll die Plastic Road aussehen: Oben fahren Autos und Fahrräder auf 100 Prozent recyceltem Plastik, unten verlaufen Rohre und Kabel. (Grafik: Volker Wessels)
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Nadine Bradl

Wieso muss es eigentlich immer Asphalt sein? Wieso nicht einen Rohstoff nehmen, der in großen Mengen vorhanden und recycelbar ist? Das fragte sich wohl auch das niederländische Unternehmen Volker Wessels aus Amersfoort und hatte eine Idee: Straßen aus recyceltem Plastik bauen. Laut dem Unternehmen wären diese deutlich leichter, nahezu wartungsfrei und bestechen durch eine drei Mal so lange Lebensdauer im Vergleich zu ihrem Pendant aus Asphalt. Die „PlasticRoad“ soll dabei zu 100 Prozent aus recyceltem Material bestehen und damit eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Straßenstrukturen bieten.

Beheizbare Plastikstraße

Außerdem biete die Plastikstraße noch zahlreiche weitere Vorteile: Sie öffne die Tür für eine Reihe von neuen Innovationen wie Stromerzeugung, ruhige Straßenoberflächen, beheizte Straßen und kann modular aufgebaut werden. Durch die vorgefertigte Produktion und das leichte Design seien die Elemente zudem leicht installierbar. Straßen könnten in Wochens statt Monaten gebaut werden, meint Volker Wessels.

Korrosions- und wetterbeständig

Der unter der Straße befindliche Hohlraum kann laut der Firma zudem für die Verlegung von Kabeln, Rohren und der Regenwasserableitung verwendet werden. Weiterhin sei dort auch der Verbau von Sensoren, Messgeräten oder Lichtmastenanschlüssen möglich. Das Material sei unempfindlich gegen Korrosion sowie Wettereinflüsse und könne ohne Probleme Temperaturen von -40 Grad und bis zu 80 Grad aushalten.

Projektpartner gesucht

Doch zunächst braucht die niederländische Firma Partner, die vom Projekt „PlasticRoad“ überzeugt sind. Denn bislang sei es nur eine Idee auf dem Papier. Der nächste Schritt sei, die Plastikstraße zu bauen und in einem Labor zu testen.

Plastik-Abfall aus dem Meer

Laut der Firma ist das Konzept im Einklang mit Entwicklungen wie beispielsweise dem Cradle to Cradle-Prinzip. Außerdem könne es dazu dienen, die Meere von Kunststoff-Müll zu befreien.

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