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Infrastruktur: Digital und zukunftsorientiert

Experten diskutieren auf dem 35. Deutschen Logistik-Kongress über die Zukunft der Infrastruktur.
Diskussionsrunde "Baustelle Infrastruktur" (v.l.n.r.): Lars Friis Cornett, Direktor Femern A/S, Christian Kühnold, Geschäftsführer Smart City Loop GmbH, Dr. Heike van Hoorn, Geschäftsführerin Deutsches Verkehrsforum e. V. und Moderatorin, und Harald Summa, Vorstandsvorsitzender DE-CIX Group AG. (Foto: Melanie Endres)
Diskussionsrunde "Baustelle Infrastruktur" (v.l.n.r.): Lars Friis Cornett, Direktor Femern A/S, Christian Kühnold, Geschäftsführer Smart City Loop GmbH, Dr. Heike van Hoorn, Geschäftsführerin Deutsches Verkehrsforum e. V. und Moderatorin, und Harald Summa, Vorstandsvorsitzender DE-CIX Group AG. (Foto: Melanie Endres)
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Melanie Endres

Wichtig ist laut Dr. Heike van Hoorn, Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrsforums e.V., eine grenzüberschreitende Infrastruktur für die Zukunft der Logistik im Zeitalter der Digitalisierung. Die Sequenz „Baustelle Infrastruktur“, die von Dr. van Hoorn moderiert wurde, befasste sich mit der Zukunft von Verkehrswegen und Netzen. An erster Stelle standen dabei die Probleme der Infrastruktur. Viele Ansätze des autonomen Fahrens funktionieren den Referenten zufolge bereits in geschlossenen Systemen. Die Aufgabe der Forschung liege nun in der Erschließung des offenen Systems Straße. Aber wird diese nicht auch bald zu einem geschlossenen System? Diese Frage stellt sich Alexander Doll, Vorstand Güterverkehr und Logistik, Deutsche Bahn AG, am Ende seines Vortrags „Platooning im Logistikalltag“.

Auf einmal sind sie nicht mehr alleine

Es gibt ihn schon, den perfekten Platoon. So zumindest Doll. Er ist dem Bahnvorstand zufolge bis zu 70 Meter lang und fährt zuverlässig – der Schienengüterzug. Dieses Konzept soll mit Platoons auf den Straßenverkehr übertragen werden. Der Mindestabstand der Lkw wird auf zehn bis 15 Meter verkürzt und führt somit zu einer enormen Reduktion der bisherigen Länge von Lkw-Convoys. Dieses Konzept testet DB Schenker auf der Strecke München – Nürnberg. Eine zentrale Frage in Zeiten des Fachkräftemangels: Was geschieht mit den Fahrern? Laut ersten Ergebnissen fühlen diese sich nun als Teil eines Teams, so Doll. Sie müssen miteinander kommunizieren und sind nicht mehr nur auf sich selbst gestellt. Die Tests laufen weiter und es zeichnen sich laut ersten Analysen interessante Ergebnisse ab. Welche genau verriet Doll den Kongressteilnehmern aber noch nicht.

Grenzüberschreitend und nachhaltig

Die Infrastruktur der Zukunft ist grenzüberschreitend, nachhaltig und spielt sich auch unter der Erde ab – lautet der Tenor. Es muss demnach vor allem daraufgesetzt werden, die verfügbaren Ressourcen zusammenzufügen und an einem Strang zu ziehen. Sei es der Fehmarnbelt-Tunnel, die Smart City Loops, ein unter der Erde verlaufendes Rohrsystem zum Transport von Paletten in Verteilstationen oder die Masse der Daten, die in Rechenzentren gespeichert werden.

Die Vortragssession „Baustelle Infrastruktur“ fand am 18. Oktober im Rahmen des 35. Deutschen Logistik-Kongresses (vom 17. bis 19. Oktober) in Berlin statt.

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