Industrie 4.0: Industrial Digital Twin Association gegründet

VDMA, ZVEI und Bitkom wollen gemeinsam mit 20 Firmen die Open-Source-Entwicklung des Digitalen Zwillings für die Industrie 4.0 forcieren.

Der Digitale Zwilling dient im Industrie-4.0-Einsatz als Schnittstelle der physischen Industrieprodukte in die digitale Welt. (Foto: WrightStudio / AdobeStock)
Der Digitale Zwilling dient im Industrie-4.0-Einsatz als Schnittstelle der physischen Industrieprodukte in die digitale Welt. (Foto: WrightStudio / AdobeStock)
Therese Meitinger

VDMA und ZVEI haben laut einer Pressemitteilung vom 24. September gemeinsam mit Bitkom und 20 Firmen aus Maschinenbau und Elektroindustrie die „Industrial Digital Twin Association“ (IDTA) als Nutzerorganisation für Industrie 4.0 gegründet. Ziel des Vereins ist es demnach, die parallel verlaufenden Entwicklungsstränge zum industriellen Digitalen Zwilling zusammenzubringen und als Open-Source-Lösung gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen zu entwickeln. Anwender sollen dabei von den frühen Einblicken in die Digitalisierung der Industrieprodukte profitieren, heißt es. Diese reduziere Aufwand, Integrationszeit und -kosten in der eigenen Wertschöpfung.

Kerntechnologie für Industrie 4.0

Der Digitale Zwilling dient im Industrie-4.0-Einsatz als Schnittstelle der physischen Industrieprodukte in die digitale Welt. Dadurch kann laut IDTA die durchgängige Datenverfügbarkeit entlang des gesamten Lebenszyklus ¬ von der Produktplanung und Entwicklung über Produktion und Inbetriebnahme bis zur Nutzung und Recycling ¬ abgebildet werden. Damit verbunden seien Potenziale für neue Geschäftsmodelle sowohl für kleine und mittelständische Fabrikausrüster als auch für große Endanwender beispielsweise aus der Fahrzeug- und Prozessindustrie, argumentiert die Organsiation.

Die neue Nutzerorganisation IDTA hat sich vorgenommen, aktives Technologiemanagement zu betreiben und die Interessen und die Investitionen der teilnehmenden Akteure zu koordinieren und zu stärken. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Dr. Matthias Bölke von Schneider Electric. Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Horst Heinol-Heikkinen, Eigentümer von Asentics.

Neben dem VDMA und ZVEI gehören zu den Gründungsmitgliedern ABB, Asentics, Bitkom, Bosch, Bosch Rexroth, Danfoss, Endress+Hauser, Festo, Homag, KUKA, Lenze, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, SAP, Schneider Electric, Schunk, Siemens, Trumpf, Turck, Volkswagen und Wittenstein.

„Die standardisierte Weiterentwicklung des Digitalen Zwillings als Open-Source-Lösung ist für den Fortschritt von Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Insofern begrüße ich den Zusammenschluss in einer neuen Nutzerorganisation sehr. Die IDTA wird künftig eine gewichtige globale Interessensvertretung für ihre Mitglieder darstellen“, kommentierte etwa Dr. Gunther Kegel, Vorstandsvorsitzender von Pepperl+Fuchs.

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