Industrie 4.0: Grammer will mit dem Projekt AdaProQ die Produktionsqualität steigern

Mit dem Digitalisierungsprojekt AdaProQ wollen die Partner von Verbundkoordinator Grammer  eine ganzheitliche und aktivere Qualitätssicherung ermöglichen und Produktions- und Lieferprozesse effizienter gestalten.

Der Automobilzulieferer Grammer, der unter anderem Fahrzeugsitze herstellt, ist der Projektkoordinator des Digitalisierungsvorhabens AdaProQ. (Bild: Grammer)
Der Automobilzulieferer Grammer, der unter anderem Fahrzeugsitze herstellt, ist der Projektkoordinator des Digitalisierungsvorhabens AdaProQ. (Bild: Grammer)
Gunnar Knüpffer

Ziel des Projekts „Adaptive Prozessketten zur Steigerung der Produktionsqualität und -effizienz“ (AdaProQ) sind einheitliche, digitale Prozesse und Strukturen in den Fertigungs- und Lieferketten der deutschen Automobilindustrie, die an den Standorten der beteiligten Unternehmen erarbeitet werden. Beim Verbundkoordinator Grammer AG sind das vor allem die Werke in Haselmühl und Ebermannsdorf, teilte der Automobilzulieferer in einer Presseaussendung am 24. März mit. In regelmäßigen Meetings der Projektpartner soll aus Einzelschritten wie der Erstellung von digitalen Werkstückzwillingsdaten, der eindeutigen Identifizierung von Bauteilen zur Qualitätskontrolle sowie der optimalen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine (Human-Machine-Interface) ein selbstregelndes Framework werden.

Durch die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werde laut Grammer nicht nur eine ganzheitlichere und aktivere Qualitätssicherung möglich, durch die Vereinheitlichung würden die Produktions- und Lieferprozesse ebenso effizienter und kostensparender. Um dieses Vorhaben umzusetzen, steht ein Gesamtprojektvolumen von insgesamt 19,1 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden im Mittel über alle Partner mehr als 50 Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert, den Rest bringen die Projektpartner ein.

„Mit AdaProQ machen wir zusammen mit unseren starken Partnern aus der Automotive- und Zulieferindustrie den nächsten Schritt in Richtung Produktion 4.0“, sagte Jens Öhlenschläger, Technikvorstand von Grammer. „Gemeinsam arbeiten wir an tragfähigen Lösungen für die digital vernetzte, adaptive Produktionskette der Zukunft.“

Unterstützt durch Partner wie das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik schaffe das Projekt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Durch regelmäßigen Austausch würden sie gemeinsames Know-how aufbauen, von dem die ganze Branche am Standort Deutschland profitiert.

Nachdem im Oktober 2021 der Startschuss fiel, arbeiten die Verantwortlichen bei Grammer aktuell zusammen mit Spezialisten an einer Bestandsaufnahme der Produktionsmaschinen und -bedingungen, um konkret die nächsten Schritte planen zu können. Im Hinblick auf die geplante Digitalisierung geht es dabei zunächst um möglichst breit nutzbare Hard- und Softwarestandards und Schnittstellen. Sind diese identifiziert und mit den Projektpartnern abgestimmt, können erste neue Prozesse und Strukturen implementiert werden.
 

 

 

 

 

 

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