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Industrie 4.0: Bosch plant Milliardenumsatz mit vernetzten Technologien

Unternehmen stellt auf HANNOVER MESSE Fabrik der Zukunft in Mittelpunkt.

Auf der HANNOVER MESSE widmet sich Bosch der Vernetzung in Industrie und Logistik. (Foto: Robert Bosch GmbH)
Auf der HANNOVER MESSE widmet sich Bosch der Vernetzung in Industrie und Logistik. (Foto: Robert Bosch GmbH)
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Therese Meitinger

Die Robert Bosch GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, 2022 jährlich mehr als eine Milliarde mit vernetzten Anwendungen zu erzielen. Bereits in den vergangenen vier Jahren habe man über 1,5 Milliarden Euro mit Industrie 4.0-Anwendungen umgesetzt. Auf der HANNOVER MESSE vom 1. bis 5. April zeigt das Unternehmen unter anderem Technologien aus dem Themenkreis „Fabrik der Zukunft“: Autonomes Fahren, Robotik, künstliche Intelligenz (KI) und 5G.

Seit 2012 arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben daran, Produktion und Logistik zu vernetzen. „Wer die Fabrik der Zukunft konsequent zu Ende denkt, hebt Grenzen auf und verbindet: Produktion und Logistik müssen zusammen gedacht werden“, sagt Rolf Narjok, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, zuständig für die Industrietechnik. „Nur so lässt sich Industrie 4.0 erfolgreich umsetzen.“

Auf der HANNOVER MESSE zeigt Bosch Rexroth das autonome Transportfahrzeug ActiveShuttle, das Materialien vom Lager in die Produktion befördern kann. Über eine integrierte Hubplattform erfolgt, so das Unternehmen, selbstständig das Auf- und Abladen. Ausgestattet mit Laserscannern finde das ActiveShuttle seinen Weg selbst, erkenne Fahrzeuge und Personen – und lerne dazu: Das Transportsystem erstellt eine Karte der Gegebenheiten vor Ort und aktualisiert diese kontinuierlich.

Software als Grundlage für Industrie 4.0

„Industrie 4.0 ist ohne Software undenkbar. Mit unserer Geschäftseinheit Bosch Connected Industry bauen wir unsere Spitzenposition bei Industrie 4.0 weiter aus und bündeln unsere Kompetenzen in den Bereichen Software und Services unter dem Namen Nexeed“, sagt Dr. Stefan Aßmann, Leiter Bosch Connected Industry. Das Unternehmen bietet unter anderem Technologien für die Überwachung von Transporten an. Bei „Nexeed Track and Trace“ teilt, so Bosch, das Frachtgut selbst Informationen zu Standort, Temperatur und Erschütterungen mit. Logistiker könnten so jederzeit den Status einsehen.

 „Für Bosch ist KI eine Schlüsseltechnologie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass bis Mitte der kommenden Dekade alle Bosch-Produkte entweder über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt und produziert werden“, sagt Najork. Auf der HANNOVER MESSE stellt Bosch etwa „ViPAS“ vor, ein KI-basiertes System zur visuellen Qualitätskontrolle. Ausgestattet mit einem Greifarm, Kameratechnik und der entsprechenden Software lässt sich das System nach Firmenangaben intuitiv bedienen.

5G beschleunigt Industrie 4.0

Der neue Mobilfunkstandard 5G ist für viele Industrie 4.0-Anwendungen von zentraler Bedeutung. Mithilfe von 5G lassen sich Daten bis zu hundertmal schneller übertragen als bisher. Auch die Zuverlässigkeit wächst, während die Verzögerung bei der Datenübertragung auf ein Minimum sinkt. „5G wird das zentrale Nervensystem der Fabrik der Zukunft“, prognostiziert Dr. Andreas Müller, Bosch-Forscher und Vorsitzender der 5G-ACIA (5G Alliance for Connected Industries and Automation).

Mit dem Ziel, diesen neuen Mobilfunkstandard von Beginn an industriefähig zu gestalten, hat Bosch den Vorsitz in der 2018 gegründeten Initiative 5G-ACIA übernommen. Im Lauf dieses Jahres plant das Unternehmen, 5G in den eigenen Werken zu testen. Auf der HANNOVER MESSE will Bosch mit den Partnern Nokia, Qualcomm und BigRep erstmals einen 3D-Drucker mithilfe von 5G vernetzen. Dies soll es ermöglichen, einen Teil der für gewöhnlich in Maschinen verbauten Steuerungselemente in eine lokale Fertigungscloud auszulagern.

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