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Immobilien: Logistik nach Büro die stärkste Assetklasse

Anteil am gesamtgewerblichen Immobilienmarkt steigt auf 16 Prozent.
Logistikimmobilien sind nach Expertenangaben zum Liebling der Investoren geworden. (Symbolbild; Foto: TTStudio/Fotolia)
Logistikimmobilien sind nach Expertenangaben zum Liebling der Investoren geworden. (Symbolbild; Foto: TTStudio/Fotolia)
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Matthias Pieringer

Industrie- und Logistikimmobilien haben auch im ersten Quartal 2018 ihren Erfolgskurs im deutschen Markt fortgesetzt. „Industrie- und Logistikimmobilien mischen den gesamtgewerblichen Immobilienmarkt trotz geringer werdender Produktverfügbarkeit weiterhin kräftig auf“, zog Peter Kunz, Head of Industrial & Logistics bei Colliers International, kürzlich Bilanz. Mit einem Marktanteil von derzeit 16 Prozent positionierte sich demnach die Assetklasse Logistik auf Rang zwei und verdrängte Einzelhandelsimmobilien, die sonst direkt nach dem langjährigen Spitzenreiter Büro im Fokus der Marktteilnehmer standen, auf den dritten Platz (elf Prozent). Laut Immobilienexperte Kunz sind Logistikimmobilien „zum Liebling der Investoren geworden und das Vertrauen in diese Anlageklasse wird immer größer.“

Mehr als 1,8 MilliardenEuro investiert

In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 wurden nach Angaben von Colliers International insgesamt mehr als 1,8 Milliarden Euro investiert, was nahezu dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum (minus ein Prozent) gleichkomme. Bezogen auf den Durchschnitt der letzten fünf Jahre liege das diesjährige Quartalsergebnis mit einem Plus von 75 Prozent sogar signifikant darüber.

Der Anteil von Industrieimmobilien am Investitions-Gesamtvolumen erhöhte sich Colliers International zufolge im Vorjahresvergleich von neun auf rund 37 Prozent (676 Millionen Euro). Rund 1,2 Milliarden Euro (63 Prozent) des Quartalsergebnisses entfielen auf Lager- und Logistikimmobilien.

Großvolumige Portfolioübernahmen

Wie schon 2017 sind nach Angaben der Immobilienberater großvolumige Portfolioübernahmen der Grund für die „zufriedenstellende Entwicklung“ am Industrie- und Logistikimmobilienmarkt. So habe Frasers Property aus Singapur mit dem Kauf einer Tochtergesellschaft der Alpha Industrial ein Portfolio bestehend aus deutschen und österreichischen Logistikimmobilien übernommen. Insgesamt belief sich, so Colliers International, der Verkaufswert des Portfolios auf mehr als 600 Millionen Euro. Sowohl bei Industrie- und Logistikimmobilien als auch am gesamtgewerblichen Immobilienmarkt habe diese Übernahme die größte Transaktion im ersten Quartal dargestellt.

Bedingt durch diese Übernahme zeichnete sich Colliers International zufolge wie schon im Gesamtjahr 2017 ein hoher ausländischer Investitionsanteil ab. Mehr als zwei Drittel des Gesamtinvestitionsvolumens (knapp 1,3 Milliarden Euro) investierten demnach Anleger aus dem Ausland in deutsche Industrie- und Logistikimmobilien.

Renditekompression bei Logistikimmobilien

Der Nachfrageüberhang hat nach Angaben der Immobilienberater die Renditen in den vergangenen zwölf Monaten nochmals deutlich nach unten gedrückt und für die bislang höchste Renditekompression bei Logistikimmobilien gesorgt. „Während die Bruttoanfangsrendite für erstklassige Core-Immobilien Anfang 2017 bei 5,4 Prozent lag, sank diese im Jahresverlauf um 75 Basispunkte auf 4,65 Prozent und hielt sich über den Jahreswechsel vorerst stabil“, teilte Colliers International mit.

Ausblick auf weiteren Jahresverlauf

„Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer anhaltend hohen Dynamik am Markt. Aktuell befinden sich einige größere Logistik- und Light-Industrial-Portfolien in der Vermarktung, die im Laufe des Jahres veräußert werden könnten und somit für Investitionsnachschub am Markt sorgen“, sagte Hubert Reck, Head of Industrial & Logistics Investment bei Colliers International. „Wir erwarten außerdem, dass die Preise für hochwertige Logistikimmobilien und Light-Industrial-Objekte in den nächsten zwölf Monaten weiter steigen und die Renditen im Zuge dessen nochmal nach unten gedrückt werden. Vor allem Light-Industrial-Objekte könnten aufgrund des hohen Wettbewerbs um Logistikimmobilien mehr Aufmerksamkeit bei Anlegern erfahren, die sich derzeit nach alternativen und lukrativen Investments umsehen. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Investitionsvolumen, das sich zwischen sechs und sieben Milliarden Euro bewegen könnte“, so Reck.

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