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Humanitäre Logistik: Training für den Ernstfall

DHL und UNDP erweitern Schulungsprogramm für Katastrophenschutz.
Chris Weeks, DPDHL Director for Humanitarian Affairs, schult am indischen Flughafen Calicut Experten und Verantwortliche in Sachen Katastrophenlogistik. (Foto: DHL)
Chris Weeks, DPDHL Director for Humanitarian Affairs, schult am indischen Flughafen Calicut Experten und Verantwortliche in Sachen Katastrophenlogistik. (Foto: DHL)
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Sandra Lehmann

Die Deutsche Post DHL und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) schulen noch bis zum 10. August Luftfahrtexperten am Calicut International Airport der Stadt Kozhikode in der Region Kerala, Indien, mit dem international anerkannten Programm „Get Airports Ready for Desaster (GARD)“. Das gab der Logistikkonzern am 6. August bekannt.

Gut vorbereitet sein

Ziel der fünftägigen Schulung ist DHL zufolge, die Verantwortlichen auf den Katastrophenfall am Flughafen Calicut vorzubereiten, um in Krisenzeiten eine möglichst gute Verkehrsinfrastruktur für humanitäre Hilfsleistungen gewährleisten zu können. Wie das Bonner Unternehmen mitteilt, gehört Indien zu den am stärksten von Naturkatastrophen bedrohten Ländern der Welt.

Neues Schulungsmodul

Zusätzlich zum üblichen GARD-Workshop, den DHL bereits an etlichen Flughäfen in Krisengebieten durchgeführt hat (LOGISTIK HEUTE berichtete), hat das Unternehmen die Schulung in diesem Jahr auf Vertreter der indischen Flughafenbehörde (AAI) ausgeweitet. Der Workshop umfasst auch den neuen Schulungsteil "Train the Facilitator" (TtF) für Länder, deren Risiko hinsichtlich Naturkatastrophen hoch ist. Diese zusätzliche Schulung soll nicht nur Flughafenbehörden helfen, sich besser auf künftige Naturkatastrophen vorzubereiten, sondern die Teilnehmer auch zu Trainern ausbilden. So können diese anschließend selbst weitere Fortbildungen durchführen.

Konkrete Handlungsempfehlungen

Beim „Train the Facilitator“-Workshop lernen die zukünftigen Trainer laut DHL, die Kapazitäten der Flughäfen zu evaluieren, führen Notfallübungen durch und erarbeiten konkrete Handlungsempfehlungen. Außerdem werde ein Maßnahmenplan entwickelt, der sicherstellen soll, dass die Flughäfen auf künftige Katastrophen vorbereitet sind. „Mit der neuen Initiative können Flughäfen das GARD-Training jetzt den regionalen Erfordernissen entsprechend durchführen. So lässt sich die Umsetzung des Programms viel flexibler gestalten“, erklärt Chris Weeks, DPDHL Director for Humanitarian Affairs. „Zudem können wir mit dem Workshop „Train the Facilitator“ das Know-how weitergeben, das wir in unseren neun Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet erworben haben. Das erhöht die Zahl der durch GARD für den Katastrophenfall vorbereiteten Flughäfen und macht das Programm noch wirksamer.“

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