Humanitäre Logistik: THW hilft nach Erdbeben in der Türkei

55 Tonnen Hilfsgüter brachte das Technische Hilfswerk in einer ersten Lieferung auf den Weg in die Türkei.

Die für die Türkei bestimmten Hilfsgüter wurden am 8. Februar zunächst an einem Bundeswehr-Flughafen bei Hannover gesammelt. (Bild: THW)
Die für die Türkei bestimmten Hilfsgüter wurden am 8. Februar zunächst an einem Bundeswehr-Flughafen bei Hannover gesammelt. (Bild: THW)
Therese Meitinger

Nach den schweren Erdbeben in der Türkei hat das Technische Hilfswerk (THW) damit begonnen, Hilfsgüterlieferungen für die Türkei auf den Weg zu bringen. Das berichtet eine Pressemitteilung vom 9. Februar. Aufgrund eines Ersuchens der Türkei transportiere man derzeit Hilfsgüter aus einem der THW-Logistikzentren gemeinsam mit der Bundeswehr in die betroffenen Gebiete, so THW-Präsident Gerd Friedsam, der sich am Flughafen Wunstorf ein Bild von der ersten Lieferung machte. Das Material soll noch im Laufe des 9. Februars in der Türkei ankommen. Am Morgen des 8. Februar war Eigenangaben zufolge bereits ein Such- und Rettungsteam des THW in der Türkei eingetroffen.

Zelte, Heizlüfter und Decken für Erdbeben-Opfer

Als Reaktion auf ein Hilfeersuchen der Türkei hat das THW laut der Mitteilung am 8. Februar 55 Tonnen Hilfsgüter zu einem Bundeswehr-Flughafen bei Hannover transportiert. Die erste Lieferung aus dem THW-Logistikzentrum umfasst demnach Zelte, Heizlüfter sowie Decken. Am Morgen des 9. Februar seien drei „A400M“-Flugzeuge der Bundeswehr mit dem Material sowie zwei THW-Logistikern in die Türkei gestartet, heißt es.

„Nachdem unsere Einsatzkräfte schon am Mittwoch erste Rettungs- und Bergungsarbeiten aufnehmen konnten, gehen wir nun parallel die Hilfsgüterlogistik an“, fasst THW-Präsident Gerd Friedsam den aktuellen Einsatz zusammen.

Ebenfalls am 8. Februar erreichte das THW nach Eigenangaben ein Hilfeersuchen aus Syrien, dessen Umsetzung derzeit geprüft wird. Das THW hält demnach für internationale Katastrophenlagen Hilfsgüter bereit, die bei Bedarf unmittelbar abgerufen und in das betroffene Land versendet werden können.

Für Auslandseinsätze ist das THW Teil des Katastrophenschutz-Mechanismus der EU. Dieser bietet einen Überblick über die vorhandenen Fähigkeiten und mögliche Kombinationsmöglichkeiten. In Krisenfällen wenden sich die betroffenen Länder mit einem Hilfegesuch an die EU, die die einkommenden Hilfsangebote dann koordiniert. Dadurch sei die Hilfe schnell vor Ort und gut aufeinander abgestimmt, gibt die Organisation an.