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Humanitäre Logistik: So kommt Hilfe an

Wie Technologie die Koordination von Hilfsleistungen verbessern kann.
Humanitäre Logistik in Krisengebieten ist nicht einfach zu managen. Einheitliche Systeme und Software können unter bestimmten Bedingungen Abhilfe schaffen. (Foto: Deutsches Rotes Kreuz)
Humanitäre Logistik in Krisengebieten ist nicht einfach zu managen. Einheitliche Systeme und Software können unter bestimmten Bedingungen Abhilfe schaffen. (Foto: Deutsches Rotes Kreuz)
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Sandra Lehmann

Humanitäre Logistik, also die Organisation hinter der Katastrophenhilfe, wird immer bedeutender. „Professionelle humanitäre Logistik wird auch deshalb wichtiger, weil Katastrophen – sei es durch die Natur hervorgerufene Notsituationen oder konfliktbasierte Krisen – sich immer stärker häufen“, erklärt Christian Hein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Logistik, der Technischen Universität Dresden. „Das aktuellste Beispiel ist das Erdbeben und der Tsunami in Sulawesi in Indonesien Anfang Oktober, aber auch humanitäre Notlagen nach dem schweren Taifun auf den Philippinen oder die Flüchtlingskrise in Myanmar und Bangladesch zeigen, dass der Bedarf an humanitärer Logistik hoch ist“, so Hein.

Kein einfaches Feld

Diesen adäquat zu bedienen, ist jedoch auch nach etlichen Jahren der Forschung und praktischen Anwendung nicht ganz einfach, wie Adam Widera, Managing Director des Competence Center Crisis Management in Münster, sagt: „Versucht man in der kommerziellen Logistik einheitliche Lösungen für möglichst viele Prozesse zu finden, ist die humanitäre Logistik nach wie vor sehr heterogen aufgebaut. Im Grunde funktioniert jede Hilfsorganisation nach einem eigenen System. Das hat auch Auswirkungen auf die logistischen Abläufe.“

Einheitliche und offene Systeme

Mehr Einheitlichkeit könnte man den Experten zufolge etwa durch speziell auf die humanitäre Logistik zugeschnittene und leicht zu implementierende Software oder organisationsübergreifende Konzepte auf Basis von Open-Source-Technologie erreichen. An einem solchen System arbeitet unter anderem die Humanitarian Logistics Organisation (HLO) e.V mit, ein gemeinnütziger Verein aus Hamburg. „Wir sind derzeit mit mehreren Partnern dabei, eine Softwarelösung zu entwickeln, die in der Lage ist, unterschiedliche logistische Abläufe in karitativen Organisationen digital abzubilden und so effizienter zu gestalten. Die Basislösung dafür existiert bereits und soll nun für verschiedene Bedürfnisse weiterentwickelt werden“, erläutert Benjamin Brich, Vorstandsvorsitzender der HLO, gegenüber LOGISTIK HEUTE.

Welche Vor- und Nachteile der Einsatz von Software in der humanitären Logistik hat und inwiefern Technologien wie Blockchain die Katastrophenhilfe verbessern können, lesen Sie in der Titelgeschichte der der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 11/2018, die am 16. November erschienen ist.

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