HOLM: Gebäude eröffnet

Suche nach Mietern geht weiter.
Thilo Jörgl

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat am 3. Juni in Frankfurt am Main das House of Logistics & Mobility (HOLM) eröffnet. In rund zwei Jahren Bauzeit wurde am Frankfurter Flughafen eine Immobilie mit rund 20.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche errichtet. In dem Gebäude, das 52 Millionen Euro gekostet hat, können bis zu 500 Experten und Wissenschaftler von bis zu 40 Unternehmen und 20 Universitäten an Lösungen für eine nachhaltige Logistik und Mobilität arbeiten. Eigentümer des Hauses ist der Frankfurter Investor Lang&Cie. Die HOLM GmbH hat das Gebäude für 30 Jahre gemietet.

Das Logistik-Haus finanziert sich über Mieteinnahmen von Unternehmen und Universitäten, Geld von Förderpartnern, Einnahmen aus Veranstaltungen und durch projektbezogenes Fördergeld. HOLM-Geschäftsführer Oliver Kraft dankte bei der Eröffnung dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt und dem HOLM-Verein als Gesellschafter der GmbH für die „konstruktive Kooperation“ in den vergangenen Jahren.

Nachrichtenagenturen verbreiteten die Meldung, dass der Betrieb des HOLM teurer als geplant wird. Derzeit sind noch nicht alle Räume in dem Gebäude vermietet. Laut HOLM-Sprecher Jürgen Schultheis verhandelt man derzeit mit 19 Unternehmen. Aber es hätten zehn Hochschulen Mietverträge unterzeichnet. Weitere zehn seien im Gespräch mit dem HOLM. Von den 20.000 Quadratmetern Fläche sind etwa 17.000 mietbar. Der Plan ist, dass in dem Konferenzraum für 500 Personen, den Büros, den drei Hörsälen und dem Business Club einige Hundert Logistiker zusammentreffen und arbeiten sollen.

HOLM-Geschäftsführer Kraft betonte, dass mit der Eröffnung des Gebäudes der ganze Fokus auf die inhaltliche Arbeit gerichtet werde: Im Projekt „SoCool@EU“ ist ein Instrumentarium entwickelt worden, um die Wettbewerbsfähigkeit von Logistikregionen in Europa zu ermitteln und zu fördern. Andere Projekte beschäftigen sich mit der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs im Straßengüterverkehr und mit der Zulaufsteuerung von Lkw. Dazu kommen Expertengruppen unter anderem zu den Themen „Humanitäre Logistik“, „Big Data in der Logistik“ und „Digital Supply Chain“.

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