Hebezeuge: Speziallösung zum Transport rückgebauter Komponenten

Jung setzt Auftrag von PreussenElektra und Carl Stahl um.

PreussenElektra nutzt zum Transport rückgebauter Elemente eine Speziallösung von Jung Hebe- und Transporttechnik. (Foto: Jung)
PreussenElektra nutzt zum Transport rückgebauter Elemente eine Speziallösung von Jung Hebe- und Transporttechnik. (Foto: Jung)
Sandra Lehmann

Um einzelne Komponenten des rückgebauten Kernkraftwerks Isar 1 nach der Dekontaminierung dem Recylingprozess zuzuführen und zu den entsprechenden Containern zu transportieren, wurde Ende 2019 die Firma Carl Stahl, ein Systemhaus für Hebetechnik, von PreussenElektra beauftragt, eine sichere Lösung für diesen außergewöhnlichen Abtransport anzubieten. Für das passende Equipment zog Carl Stahl nach Eigenangaben den Maschinenbauer Jung Hebetechnik hinzu.

Übersichtlich und platzsparend

Wie Jung in einer Pressemitteilung berichtet, basiert die entwickelte Lösung auf zwei elektrisch angetriebenen Fahrwerken vom Typ „JLA-e 25/50 H“ und einem Kreiselfahrwerk des Typs „JKB 14 G“. Durch die Kombination der Fahrwerke sei ein Verfahren nach allen Seiten in jeder Situation möglich. Mittels einer Funkfernbedienung der Geräte werde darüber hinaus die Sicherheit des Nutzers gewährleistet. Dieser befindet sich durch die Fernbedienung nicht im Fahr- und Gefahrenbereich der zu transportierenden Container und Komponenten. Mit dem Einsatz von angetriebenen Fahrwerken kann laut Jung auf Gabelstapler mit Zugdeichsel verzichtet werden, wodurch der Ablauf des Transports übersichtlicher und platzsparender gestaltet werden kann. Aufgrund der Verwendung von Seriengeräten sei so eine wirtschaftliche Lösung im Vergleich zu FTS-Lösungen gefunden worden.

Die Auslieferung und Inbetriebnahme der Geräte fand nach Angaben des Herstellers bereits im ersten Quartal 2020 statt. Innerhalb von drei Monaten hätten sich die Beteiligten mithilfe des Einsatzes von 3D-CAD-Daten in der Planungsphase sowie einem Praxistest vor Ort, von den Möglichkeiten der Geräte überzeugen können.

Zusätzliche Produkte geliefert

Durch eine detaillierte Schulung aller beteiligten Mitarbeiter wurde Jung zufolge die Grundlage geschaffen, die Fahrwerke auch bereichsübergreifend zu nutzen. Zusätzliche Produkte des Waiblinger Anbieters, wie etwa Containertraversen für den sichereren Transport von ISO-Containern oder Unterbaublöcke für die Absicherung von Hebevorgängen, führen nach Herstelleraussagen ebenfalls zur Erweiterung der Einsatzbereiche. Somit konnte laut Jung die Wirtschaftlichkeit der erworbenen Investitionen, weit über den ursprünglichen Einsatzfall hinaus, erhöht werden.

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